Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Förderung von Mitspracheprojekten: NRW stärkt die Rechte von Kindern und Jugendlichen

Hände bilden einen Kreis
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Jugendministerin Ute Schäfer will Mitsprache- und Beteiligungsprojekte für Kinder und Jugendliche stärker fördern. Dafür stellt Nordrhein-Westfalen zusätzlich 400.000 Euro zur Verfügung.

„Wir wollen starke und selbstbewusste Kinder und Jugendliche, die ihre Rechte im Alltag tatsächlich wahrnehmen und durchsetzen können. Dazu gehört auch, dass sie auf allen Ebenen die Möglichkeit erhalten, bei politischen Entscheidungen mitzureden“, sagte Schäfer auf dem 10. landesweiten Treffen der nordrhein-westfälischen Kinder- und Jugendgremien in der Akademie Mont-Cenis in Herne.

Mit den Mitteln aus dem Kinder- und Jugendförderplan können beispielsweise Projekte gefördert werden, die Kinder und Jugendliche an konkreten Maßnahmen zur Wohnumfeldgestaltung wie z.B. Stadtteil- und Spielplatzplanung beteiligen oder sie in die Planung und Gestaltung von Jugendeinrichtungen in der Kommune einbinden. „In derzeit 82 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden engagieren sich Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren in Kinder- und Jugendgremien. Diese sind als Parlamente, Räte oder Foren organisiert. In den Gremien können Kinder und Jugendliche auf Missstände hinweisen und bei den sie betreffenden Entscheidungen mitwirken“, erklärte Schäfer.

Nordrhein-Westfalen ist zurzeit das einzige Bundesland, in dem auf Landesebene eine gesetzliche Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allgemeinen Planungen vorgesehen ist, die sich auf andere Politikfelder als die Jugendhilfe erstreckt. In NRW haben die Kinderrechte seit dem Jahr 2002 Verfassungsrang.

An dem zweitägigen landesweiten Treffen der Kinder- und Jugend-gremien NRW nahmen rund 200 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuerinnen und Betreuern aus 32 Städten und Gemeinden teil. Thematisch befassten sich die Kinder und Jugendlichen in zwölf Workshops unter anderem mit dem Handwerkszeug von Kinder- und Jugendgremien wie Moderationstechniken, Rhetorik, Öffentlichkeitsarbeit und die Nutzung sozialer Medien. Auch Themen wie Klimawandel oder die Beachtung von Grundrechten und sozialer Gerechtigkeit standen im Fokus.

Weitere Informationen:

Quelle: Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen vom 07.07.2013

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