Kinder- und Jugendarbeit / Flucht und Migration

Förderinitiative für Schüler mit Migrationshintergrund sucht neue Stipendiaten

Eine Gruppe drei junger Schülerinnen und Schüler

Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in Sachsen-Anhalt zur Schule gehen und das Abitur oder Fachabitur anstreben, können sich im Februar für ein START-Stipendium bewerben. START, die größte deutsche Förderinitiative für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, vermittelt engagierten Jugendlichen Schlüsselqualifikationen.

Die START-Projektförderer, die damit zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit in Deutschland beitragen und einen Ansporn zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung geben möchten, schreiben die Stipendien in Sachsen-Anhalt bereits zum achten Mal aus. Zu ihnen zählen aktuell die START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH, die Deutsche Bank Stiftung und das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt.

„Jugendliche mit Migrationshintergrund brauchen faire Chancen, ihre Herkunft darf kein Nachteil auf dem Weg ins berufliche Leben sein“, sagt Kultusminister Stephan Dorgerloh. „Ich wünsche dem Programm auch in diesem Jahr eine große Resonanz, denn die engagierte Arbeit der START-Stiftung hilft jungen Menschen nicht nur ihre Persönlichkeit zu entwickeln, es trägt auch entscheidend zu einer erfolgreichen Integration bei.“ Besonders erfreulich sei, dass nicht nur gute Leistungen in der Schule, sondern auch der gesellschaftliche Einsatz jedes Einzelnen über die Aufnahme in das Stipendienprogramm entscheiden.

Engagierte Akteure der Gesellschaft

Robert Hasse, Geschäftsführer der START-Stiftung gGmbH, erklärt: „START fußt auf zwei Säulen – der materiellen und der ideellen Förderung. Ziel ist es, die individuellen Fähigkeiten und Interessen der Stipendiaten zu identifizieren, bestehende Talente auszubauen und in Projekten zu erproben und zu festigen. Dabei übernehmen die Stipendiaten Verantwortung und wachsen in ihre Rolle als Akteure unserer Gesellschaft hinein. Sie erleben, dass sie etwas bewirken können.“

Bei START gestalten die Stipendiaten daher aktiv mit. Die vermittelten Kompetenzen können sie direkt in ihr bisheriges Engagement oder neue gemeinsame Projekte einbringen und das Stipendienprogramm damit zusätzlich bereichern.  Zentral ist dabei das Verständnis von Gemeinschaft, in der das Miteinander und Füreinander zählt. Aktuell gehören in Sachsen-Anhalt 19 Stipendiatinnen und Stipendiaten dieser Gemeinschaft an.

Abbas Mordeniz, Lehrer an der Gesamtschule Gelsenkirchen-Horst (NRW) und Mitglied des pädagogischen Fachbeirats der START-Stiftung, bestätigt: „Die positive persönliche Entwicklung der Stipendiaten ist nicht zu übersehen. Durch das START-Stipendium und vor allem dank des Bildungsprogramms werden die geförderten Schülerinnen und Schüler selbstbewusster, mutiger, zielstrebiger und engagierter. Auch unsere Schule profitiert von diesem Engagement: Die Stipendiaten wirken positiv in ihr Umfeld hinein und gestalten das Schulleben mit. Wir informieren unsere Schülerinnen und Schüler gerne über das START-Stipendienprogramm und unterstützen sie bei ihrer Bewerbung, denn die Stipendiaten tun unserer Schule gut.“

Quelle: Kultusministerium Sachsen-Anhalt vom 29.01.2014

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