Kinder- und Jugendarbeit / Demokratie

Filmreihe zum Thema Solidarität: Medienprojekt Wuppertal sucht Teilnehmende und Partner

Auf einem Ortseingangsschild steht "Solidarität"
Bild: © Marco2811 - Fotolia.com

Das Thema Solidarität ist hochaktuell und komplex. Junge Menschen bis 27 sowie potentielle Kooperationspartner, die Interesse haben, sich an der Produktion einer Filmreihe zum Thema Solidarität zu beteiligen, können sich beim Medienprojekt Wuppertal melden. Die fertigen Kurzfilme werden im Kino gezeigt und auf DVD sowie als Streaming zur Bildung und Reflexion angeboten.

Bild hochgeladen. Hashtag gesetzt. Solidarität gezeigt. Ob gegen Gewalt, Diskriminierung, Sexismus, Klimawandel oder Hater – digital ist Solidarität schnell gezeigt. Und dann?

In der heutigen Leistungsgesellschaft zählt mehr und mehr das Individuum. Wir sprechen von einer Ellenbogenmentalität, die durch Neid, Konkurrenzgedanken und Ängste befeuert wird. Gleichzeitig kämpfen viele mit ähnlichen Problemen und Zukunftsgedanken. Doch gemeinsame Sorgen schaffen noch keine gemeinsamen Kämpfe. Denn Solidarität benötigt Kollektivität. Der Mensch braucht den Austausch, um auf Gemeinsamkeiten mit anderen zu stoßen und gemeinschaftliche Kämpfe gegen Ungerechtigkeiten organisieren zu können.

Klicken oder demonstrieren?

Soziale Netzwerke bieten hierfür eine ideale Ausgangsplattform. Sie ermöglichen das Teilen von Kurzinformationen, Statements und Positionierungen. Zweifellos genügt das nicht. Aktuell treiben die unterschiedlichsten Themen junge Menschen auch auf die Straße: gegen Rechtspopulismus, Wohnungskrise, Sexismus oder für höhere Löhne, Frieden oder Gleichberechtigung.

Das Thema Solidarität ist hochaktuell und komplex. Es ermöglicht den kritischen Blick auf Welt und Gesellschaft. Es werden Zukunftsvisionen sichtbar, Rückblicke möglich und Diskussionen eröffnet. Gleichzeitig solidarisieren sich auch Gruppen, deren Gedankengut und Grundwerte nichts mit den Ideen von Demokratie, Freiheit, Gleichberechtigung oder sozialer Teilhabe zu tun haben. Auch das soll in der Filmreihe in den Blick genommen werden.

Teilnahme und Inhalt der Filme

Wir suchen junge Menschen bis 27 Jahre, die Interesse haben, Filme zum Thema zu produzieren. Es können Kurzspielfilme, experimentelle Filme, Reportagen oder Dokumentationen entstehen. Wir unterstützen uns gegenseitig – Filmerfahrung ist nicht nötig. In den Filmen soll auch eigenes solidarisches Handeln dokumentiert und hinterfragt werden. Mögliche Fragen können sein: Wo und wie entstehen Möglichkeiten für Solidarität? Mit wem oder gegen wen solidarisierst du dich? Wie kann ein solidarisches Zusammenleben gestaltet werden? Im Alltag, virtuell, im Sport, beim Wohnen oder Arbeiten? Wie sehen konkrete solidarische Projekte aus? Wer kann mitgestalten und wer nicht?

Mögliche Schnittpunkte für Kooperationspartner können z.B. sein: eigene solidarische Projekte, die Auseinandersetzung mit Einsamkeit/Kollektivität oder ein Interesse an einem Filmworkshop mit dem Ausgangsthema Solidarität.

Die Filme sollen nach Fertigstellung im Kino präsentiert werden und über YouTube und auf DVD/als Streaming zur Bildung und Reflexion anregen.

Weitere Informationen

Erstes Treffen für alle interessierten Teilnehmer(inne)n am 10.05.2019 um 17 Uhr im Medienprojekt Wuppertal, Hofaue 59, Wuppertal-Elberfeld.

Kontakt, weitere Infos und Anmeldung:

Medienprojekt Wuppertal
Yvonne Warsitz
Fon: 0202-563 26 47
E-Mail: info@DontReadMemedienprojekt-wuppertal.de
Internet: www.medienprojekt-wuppertal.de

Quelle: Medienprojekt Wuppertal e.V.

Info-Pool