Kinder- und Jugendarbeit

Ferienangebot für benachteiligte Kinder in Rheinland-Pfalz

schwimmendes Mädchen im Wasser
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Viele Kinder aus Familien mit geringem Einkommen haben nicht die Möglichkeit, in den Ferien etwas zu erleben und rauszukommen aus einem Alltag, der häufig von Bewegungsarmut gekennzeichnet ist. Ein Modellprojekt unter Leitung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) setzt hier an.

Kinder lieben Bewegung und Abenteuer: Toben, Fußball spielen, zelten, Spannung bei einer Nachtwanderung erleben oder chillen im Schwimmbad – was für viele Kinder in den Sommerferien selbstverständlich ist, können sich andere jedoch nicht leisten.

Viele Kinder aus Familien mit geringem Einkommen haben nicht die Möglichkeit, in den Ferien etwas zu erleben und rauszukommen aus einem Alltag, der häufig von Bewegungsarmut gekennzeichnet ist. Kinder aus armen Familien haben ein höheres Risiko zu erkranken. Sie leiden öfter als ihre Altersgenossen an Übergewicht und Entwicklungsstörungen, haben mehr Unfälle und sind häufiger psychisch auffällig.

Ein Modellprojekt unter Leitung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) setzt hier an. Als Schirmherrin konnte Ministerpräsidentin Malu Dreyer gewonnen werden, die finanzielle Förderung übernimmt die LOTTO-Stiftung Rheinland-Pfalz. In weiterer Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) und rheinland-pfälzischen Sportorganisationen wurde so ein Konzept entwickelt, das gesundheitlich benachteiligten Kindern ein einwöchiges Bewegungs- und Freizeitangebot bietet und im Anschluss daran für mindestens ein Jahr ein Bewegungsangebot in regionalen Sportvereinen vorsieht.

Bei den Kindern, so das Ziel, wird mit dem einwöchigen Ferienangebot in einer Ferienfreizeitstätte die Lust an der Bewegung geweckt. Mit den wöchentlichen Bewegungsangeboten vor Ort wird die Lust an der Bewegung weitergefördert. Damit können das Körpergefühl verbessert, die Entwicklung eines positiven Selbstbildes gefördert und Selbstwirksamkeits- und Gemeinschaftserfahrungen gestärkt werden. Dies alles fördert die körperliche, seelische und geistige Entwicklung der teilnehmenden Kinder.

Für das Projekt werden die Potentiale der Sportverbände und -vereine zur Bewegungsförderung und sozialen Integration genutzt. Maßnahmen, die die örtlichen Sportvereine anbieten, sind zum Beispiel Ferienfreizeiten, Sommercamps oder Stadtranderholung. Die Ansprache der Familien erfolgt in erster Linie über die Kinderärzte, die die Eltern informieren und zu dem Bewegungsangebot des örtlichen Vereins raten. Auch soziale Einrichtungen, Quartiersmanager oder Jugendämter können auf das Angebot hinweisen. Die Vereine führen zur Vorbereitung Elternabende und Treffen zum Kennenlernen für die Kinder durch.

Die ersten Ferienmaßnahmen starten in diesen Sommerferien mit dem Sportbund Rheinhessen, dem Sportbund Rheinland sowie dem Fußballverband Rheinland. Die Sportjugend Rheinland-Pfalz übernimmt gemeinsam mit der LZG die Fachauswertung. Die Stiftung LOTTO Rheinland-Pfalz fördert dieses Projekt im Rahmen ihrer Initiative „Kinderglück“ mit der Schirmherrin Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Quelle: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz vom 27.06.2013

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