Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Fachtagung des Landesjugendrings NRW zur Bedeutung von Jugendbildungsstätten

zwei Mikrofone stehen auf einem Tisch
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Nordrhein-Westfälische Jugendbildungsstätten wollen künftig verstärkt mit einer Stimme sprechen. Zudem sollen die Profile einzelner Einrichtungen geschärft und die Angebotsvielfalt hervorgehoben werden. Das sind die Ergebnisse der ersten gemeinsam Fachtagung, zu der sich Vertreterinnen und Vertreter der Jugendbildungsstätten, des Jugendministeriums, der Verwaltung sowie Landtagsabgeordnete trafen.

Manfred Walhorn, Abteilungsleiter im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, würdigte die Arbeit der Jugendbildungsstätten als unverzichtbaren Teil der Demokratiebildung und bezeichnete sie als wichtige außerschulische Lernorte. Zugleich wies er darauf hin, dass sich die Einrichtungen den aktuellen Herausforderungen stellen und weiterentwickeln müssen.

In diesem Punkt waren sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Hausleitungen und Jugendverbänden in der Abschlussdiskussion einig. Zu den Herausforderungen gehören neben dem zunehmenden Kostendruck die in den letzten Jahren immens gestiegenen internen und externen Qualitätsanforderungen. Darüber hinaus ist eine Bestandsaufnahme nötig, um die Stärken der Jugendbildungsstätten herauszuarbeiten und sie von anderen Einrichtungen unterscheidbar zu machen.

In diesem Zusammenhang wurde einmal mehr die Vielfalt der Angebote der verschiedenen Häuser deutlich. Diese reichen von Berufsorientierung über erlebnispädagogische Angebote bis hin zu Sommercamps. Ein besonders wichtiges Merkmal ist die politische Bildungsarbeit im außerschulischen Kontext.

Eingeladen zur Fachtagung am Montag, 24. Juni 2013, in der CVJM Bildungsstätte Bundeshöhe hatte der Landesjugendring NRW, in dem sich unter anderem auch die Jugendverbände organisieren, die Träger von solchen Bildungseinrichtungen sind. Alexandra Horster, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW, zog ein positives Fazit: „Jugendbildungsstätten sind mehr als Jugendherbergen mit pädagogischem Begleitprogramm. Sie sind aus der außerschulischen Bildungsarbeit nicht mehr wegzudenken und bieten Jugendlichen unter anderem die Möglichkeit, ihre Schlüsselqualifikationen zu erweitern, die für ihre persönlichen und beruflichen Chancen unabdingbar sind. Dies ist heute einmal mehr spürbar geworden.“

Einig waren sich alle Beteiligten, dass die Impulse aus den Vorträgen und Diskussionen weiterentwickelt werden sollen. Die Fachtagung wurde dabei als positiver Auftakt für den künftigen Dialog bewertet.

Eine Dokumentation der Tagung mit Profilen der 22 über den Kinder- und Jugendförderplan geförderten Bildungsstätten kann ab Mitte September kostenlos beim Landesjugendring NRW bestellt werden.

Quelle: Landesjugendring NRW vom 25.06.2013

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