Kinder- und Jugendarbeit / Inklusion

Fachkräfte aus Jugendarbeit, Schule, Verwaltung und Politik diskutieren den Stand der Inklusionsdebatte

Das Wort "Inklusion!?" steht auf eine Tafel geschrieben

Am 25. Oktober 2012 fand der Fachtag "Inklusion – Herausforderungen für die außerschulische Jugendbildung (in Kooperation mit Schulen)" im Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg statt.

Er wurde  durch die Berliner Staatssekretärin Sigrid Klebba und den Brandenburger Staatssekretär Burkhard Jungkamp eröffnet.

150 Teilnehmende informierten sich zum wissenschaftlichen und praktischen Verständnis des Themas Inklusion, diskutierten in Arbeitsgruppen und setzten sich in den angebotenen Foren der Jugendbildungsstätten in Berlin und Brandenburg mit verschiedenen Methoden und Inhalten der Inklusionsstrategie auseinander.

Die Diskussionen haben gezeigt, dass die Länder Berlin und Brandenburg eine ganzheitliche Strategie vorlegen müssen, die die Institution Schule und die Handlungsfelder der Kinder – und Jugendhilfe partnerschaftlich auf einem gemeinsamen Weg mit dem Ziel der Inklusion verknüpft.

Inklusion ist ein gesellschaftliches Konzept, welches darauf zielt, dass alle Menschen an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben – unabhängig ihres Geschlechts, ihrer sozialen Herkunft, des Migrationshintergrundes, körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen, der sexuellen Orientierung etc. Dieser hohe Anspruch könne - nach Meinung des Landesjugendrings Berlin - nur eingelöst werden, wenn alle Angebote, Dienste und Institutionen, die für ein gelingendes Aufwachsen von jungen Menschen eintreten, sich auf das Ziel inklusiver Arbeits- und Angebotsformen für ihren jeweiligen Bereich verständigen.

Inklusives Denken und Handeln sei zunächst die Entwicklung einer Haltung und einer fachpolitischen Annäherung. Die bundesweite Diskussion und die Entwicklung von Handlungsschritten würden zurzeit noch zu sehr auf den räumlichen Umbau der Schulen und auf ein System inklusiver Schule reduziert. Die Umsetzung einer inklusiven Schule könne jedoch nicht isoliert gelingen. Schüler und Schülerinnen seien gleichzeitig auch Kinder und Jugendliche, die von Angeboten der außerschulischen Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Kinder- und Jugendhilfe profitieren. Nur eine gemeinsame fachpolitische, qualifizierende und umfassende Strategie der Umsetzung des Ziels der Inklusion könne Ausgrenzung und Separierung wirksam entgegen treten.

Veranstalter des Fachtags "Inklusion – Herausforderungen für die außerschulische Jugendbildung (in Kooperation mit Schulen) waren die Berliner und Brandenburger Jugendbildungsstätten, die Landesjugendringe Berlin und Brandenburg sowie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft des Landes Berlin und das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.

Weitere Informationen gibt es beim Landesjugendring Berlin unter: www.ljrberlin.de

Quelle: Landesjugendring Berlin vom 26.10.2012

Info-Pool