Kinder- und Jugendarbeit / Sozialpolitik

Evangelische und katholische Jugend erarbeiten gemeinsames Sozialwort

Vier Mädchen und ein Junge sitzen auf einer Bank nebeneinander und blicken zur Kamera.
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Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) erarbeiten gemeinsam ein "ökumenisches Sozialwort der Jugend". Das haben die Mitgliederversammlung der aej und der BDKJ-Hauptausschuss beschlossen.

"Der Sozialstaat muss aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen gedacht werden. Das erfordert nachhaltige und generationengerechte Entscheidungen", erklärt die BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier. aej und BDKJ beobachten ein mangelndes gesellschaftliches und politisches Bewusstsein für die jetzigen und zukünftigen Belange und Problemlagen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. "Kinder und Jugendliche dürfen nicht nur als Wirtschaftsobjekte und Arbeitsmarktreserve gesehen werden. Wir müssen klare Anforderungen an die Sozial- und Bildungspolitik der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union formulieren, die Kindern und Jugendlichen bestmögliche Förderung und Teilhabegerechtigkeit ermöglichen", so Bernd Wildermuth, der aej-Vorsitzende.

Die sozialpolitischen Antworten auf diese unhaltbaren Lagen bleiben bisher ungenügend. Auch die Sozialinitiative der beiden Kirchen greift die Perspektive junger Menschen aus Sicht der Jugendverbände nur unzureichend auf. Das gemeinsame Sozialwort soll aus kinder- und jugendpolitischer Sicht Anforderungen an Sozial- und Bildungspolitik auf allen politischen Ebenden der Bundesrepublik und der Europäischen Union formulieren.

Zur Erstellung des "ökumenischen Sozialworts der Jugend" wird Anfang nächsten Jahres eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden Ende 2016 bei einer gemeinsamen Konferenz beraten. Das Sozialwort soll im Jahr 2017 in den gesellschaftlichen Diskurs eingebracht werden.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) vom 12.12.2014

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