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Beteiligung

Enquete-Kommission „Jung sein in MV" – eine langjährige Forderung von Jugendlichen wird umgesetzt

Fünf Jugendliche sitzen im Vorfrühling auf einem Bootssteg eines Sees.
Bild: Albrecht Fietz – pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die Landtagsfraktionen haben in ihrer Sitzung am 27. Januar 2022 einstimmig die Einrichtung der Enquete-Kommission "Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern" beschlossen. Der Landesjugendring MV begrüßt die Einrichtung der Enquete-Kommission, um sich auf parlamentarischer Ebene und langfristig mit den Themen zu befassen, die junge Menschen bewegen und prägen.

Das 25-köpfige Gremium wird aus Landtagsabgeordneten und weiteren Sachverständigen bestehen und sich in den kommenden Jahren mit den Rahmenbedingungen und Lebenslagen von jungen Menschen in unserem Bundesland beschäftigen. Ein Schwerpunkt werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie sein. Parallel zur Enquete-Kommission soll ein Jugendforum gebildet werden, um Kinder und Jugendliche unmittelbar mitwirken zu lassen.  

Der Landesjugendring MV begrüßt die Einrichtung der Enquete-Kommission, um sich auf parlamentarischer Ebene und langfristig mit den Themen zu befassen, die junge Menschen bewegen und prägen.

Johannes Beykirch, Vorstandssprecher im Landesjugendring, schätzte hierzu ein: „Die Enquete-Kommission hat die Chance, die fachpolitischen Grundlagen für die Kinder- und Jugendpolitik der nächsten Jahre und Jahrzehnte zu legen. Die politische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen kann nachhaltig gestärkt werden. Seit über 16 Jahren fehlt ein Kinder- und Jugendbericht für Mecklenburg-Vorpommern. Wir sind hoffnungsvoll, dass das neue Gremium diese Lücke ansatzweise füllen kann und die kinder- und jugendpolitische Debatte dauerhaft belebt wird. Als Landesjugendring blicken wir erwartungsvoll auf den Start und bringen sehr gerne unsere Expertise als landesweiter Dachverband der Jugendverbandsarbeit und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung ein."  

Die Idee der Enquete-Kommission wurde erstmals von Jugendlichen bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Landesjugendringes und Landtags eingebracht: Bei „Jugend im Landtag" 2014. Daraus folgende parlamentarische Initiativen scheiterten. 2018 und 2019 wurde die Anhörungsreihe „Jung sein in MV" im Sozialausschuss des Landtages durchgeführt. Engagierte Jugendliche aus Jugendverbänden und der Landesjugendring beteiligten sich an der Anhörungsreihe. Von der ersten Idee bis zum einstimmigen Beschluss sei es laut Beykirch es ein langer Weg gewesen. Nun ist es wichtig, dass die Kommission ihre Arbeit aufnimmt und an vorhandene Strukturen anknüpft. Die Ergebnisse der Anhörungsreihe bieten hierfür wichtige Ansätze, erläuterte Beykirch. Ein besonderes Augenmerk legt der Landesjugendring auf die praktische Beteiligung von jungen Menschen.

Hierzu sagte Tino Nicolai, Vorstandsmitglied im Landesjugendring: „Jugendpolitische Vorhaben gelingen, wenn junge Menschen auf Augenhöhe und von Anfang an beteiligt werden. Hierfür wird der Landtag ein Jugendforum einrichten. Aus langjähriger Erfahrung wissen wir, dass Jugendbeteiligung dort am besten funktioniert, wo junge Menschen leben und ihre Freizeit verbringen. Lebensweltorientierung ist ein ganz entscheidender Gelingensfaktor. Die Mitwirkung der Kinder und Jugendlichen sollte dezentral angelegt sein, unabhängig von langen Anfahrten oder Unterrichtszeiten funktionieren, methodisch und pädagogisch begleitet werden. Eine enge Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden, den regionalen Jugendringen, den Kinder- und Jugendparlamenten, Moderator*innen vom Beteiligungsnetzwerk und Akteuren der Jugendarbeit bietet hierfür großes Potential."

Quelle: Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern vom 28.01.2022

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