Kinder- und Jugendarbeit / Migration

Engagementformen von Jugendlichen mit Migrationsbiographien

Eine junge Frau mit dunklen Locken lacht herzlich
Bild: rawpixel.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Jugendverbände sind wichtige Sozialisationsarenen für Jugendliche. Wie und wo aber engagieren sich Jugendliche mit Migrationshintergrund, die bisher in den sogenannten anerkannten Jugendvereinen seltener vertreten sind? Inwiefern unterscheiden sich ihre Engagement- und Vereinsformen? Und welchen Repräsentationspraktiken und Dilemmata begegnen sie? Wie werden sie innerhalb der deutschen Jugendverbandsszene wahrgenommen – als migrantische Repräsentationsstimme oder bereits als jugendpolitische Stimme in einer postmigrantischen Gesellschaft? Diese Fragen diskutiert das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) e.V. am 2. Dezember in Berlin mit Expert(inn)en der TH Köln und der Universität Osnabrück.

Gemeinsam soll im Veranstaltungsformat einer Lunch-Diskussion mit Helge Schwiertz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften sowie am IMIS der Universität Osnabrück, und Birgit Jagusch, Professorin an der TH Köln, den Fragen nach Teilhabe- und Zugangshürden sowie Engagementformen diskutiert werden.

Postmigrantische Teilhabe oder migrantische Repräsentationsstimme?

Veranstaltungsinfos

Datum: Montag, 02. Dezember 2019, 13–14 Uhr
Ort: DeZIM-Institut, Mauerstraße 76, 10117 Berlin, 3. OG

Zu den Personen

Prof. Dr. Birgit Jagusch ist Professorin für Soziale Arbeit und Diversität an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften und Institut für interkulturelle Bildung und Entwicklung (INTERKULT) an der TH Köln. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind rassismuskritische und diversitätssensible Soziale Arbeit und Jugendbildungsarbeit. Sie ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Projekts "Gemeinsam in die Zukunft - interkulturelle Öffnung der Jugendverbände", der Arbeitsgruppe "Migration, Teilhabe, Vielfalt" des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement, des Kuratoriums des ism e. V. und des Graduierteninstituts NRW, Fachgruppe Soziales und Gesundheit.

Litertaturhinweise:

  • Jagusch, Birgit. (2011) Praxen der Anerkennung. „Das ist unser Geschenk an die Gesellschaft“. Vereine von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
  • Birgit Jagusch/Groß, Thorsten/Huth, Susanne/Klein, Ansgar/Naumann, Siglinde (2017).  Migration – Engagement – Teilhabe.

Dr. Helge Schwiertz ist seit Januar 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Migration und Gesellschaft am Institut für Sozialwissenschaften sowie am IMIS der Universität Osnabrück. Seine Dissertation verfasste er zu radikaler Demokratie und politischen Selbstorganisierungen von migrantischen Jugendlichen in Deutschland und den USA. Er ist zudem Redaktionsmitglied von movements. Journal für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung sowie aktiv im kritnet.

Litertaturhinweise:

  • Schwiertz, Helge. (2019) Migration und radikale Demokratie. Politische Selbstorganisierung von migrantischen Jugendlichen in Deutschland und den USA.
  • Schwiertz, Helge. (2011) Foucault an der Grenze. Mobilitätspartnerschaften als Strategie des europäischen Migrationsregimes.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird um Anmeldung bis zum 29.12. unter veranstaltungen@DontReadMedezim-institut.de gebeten.

Über das DeZIM

Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) ist eine bundesweite Initiative von Wissenschaft und Politik zur Stärkung einer exzellenten und international sichtbaren Integrations- und Migrationsforschung in Deutschland. Das DeZIM setzt sich für eine nachhaltige Vernetzung von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ein. Es stellt auf dieser Grundlage eine evidenzbasierte Beratung von Politik, Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft zu Themen von Integration und Migration sicher. Das DeZIM basiert auf zwei Säulen: dem DeZIM-Institut und der DeZIM-Gemeinschaft.

Quelle: Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) e.V.

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