Kinder- und Jugendarbeit / Europa

"Ein gutes und zukunftsweisendes Signal für die deutsch-polnische Zusammenarbeit!"

Jugendliche beim Tauziehen
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Der deutsch-polnische Jugendrat hat die Arbeitsschwerpunkte des gemeinsamen Jugendwerkes ab 2017 beraten. Im Mittelpunkt stehen die Vorbereitungen des 25-jährigen Jubiläums und der Themenschwerpunkt "Vielfalt". Das deutsch-polnische Jugendwerk fördert Programme für 120.000 junge Menschen jedes Jahr.

Unter dem Vorsitz von Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Staatssekretärin Marzenna Drab aus dem polnischen Ministerium für nationale Bildung fand am 28. und 29. Januar 2016 in Warschau die 25. Sitzung des Deutsch-Polnischen Jugendrates (DPJW) statt.

Arbeitsschwerpunkte für die Jahre 2017 bis 2019 

Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Diskussion über den Arbeitsschwerpunkt für die Jahre 2017 bis 2019 und die Vorbereitung des 25 jährigen Jubiläums des Jugendwerks in diesem Jahr.

Als wichtiges Zeichen für eine weiterhin freundschaftliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit stehen die durch den Deutsch-Polnischen Jugendrat beschlossenen und thematisierten Ergebnisse:

  • die Festlegung des künftigen Arbeitsschwerpunktes des Jugendwerks: "Vielfalt"
  • die Vereinbarung eines Leitbilds
  • die Erhöhung des Regierungsbeitrags der polnischen Seite um 250.000 Euro
  • Die Ankündigung des BMFSFJ, für 2016 ebenfalls zusätzlich 250.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Ab 2017 strebt Deutschland eine dauerhafte Erhöhung seines Regierungsbeitrags an.

Anlässlich der Sitzung in Warschau ziehen die beiden Vorsitzenden, die zum ersten Mal zusammengekommen sind, eine positive Bilanz.

Jugendliche tragen deutsch-polnische Freundschaft 

"Für uns ist der Jugendaustausch ein wichtiger Bestandteil der deutsch-polnischen Freundschaft. Es sind die jungen Menschen, die diese Freundschaft stärken und in die Zukunft tragen", sagte Dr. Ralf Kleindiek. "Ich freue mich, dass wir den neuen Schwerpunkt Vielfalt vereinbaren konnten. Dies entspricht den Vorstellungen der Jugendlichen. Neben der Politik sind es vor allem die Verbindungen zwischen Menschen, die das Verhältnis zwischen zwei Ländern prägen und stark machen."

Im Rahmen der diesjährigen Ratssitzung haben Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek und seine polnische Amtskollegin den Deutsch-Polnischen Jugendpreis unter dem diesjährigen Motto: "changes/chances@work" verliehen.

Deutsch-Polnisches Jugendwerk

120.000 junge Menschen aus Deutschland und Polen nehmen jedes Jahr an Programmen teil, die durch das Jugendwerk gefördert werden.

2016 verfügt das Deutsch-Polnische Jugendwerk über Regierungsbeiträge in Höhe von 9,3 Millionen Euro. Polen zahlt 4,3 Mio. Euro und Deutschland 5 Mio. Euro in den gemeinsamen Fonds ein.

Deutsch-Polnischer Jugendrat

Der Deutsch-Polnische Jugendrat ist das höchste Gemium des DPJW.

Die deutsche Familienministerin, Manuela Schwesig, und ihre polnische Amtskollegin Bildungsministerin Anna Zalewska, haben den Vorsitz.

Der Jugendrat setzt sich aus 24 Personen zusammen, je 12 Mitglieder pro Land. Jeweils sechs Sitze besetzen Vertreter von Ministerien und Regierungsinstitutionen aus Deutschland und Polen. Die weiteren je sechs Mandate sind für Einrichtungen, die sich mit Jugendarbeit befassen.

Weitere Informationen zum DPJW stehen unter http://www.dpjw.org/ zur Verfügung.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 01.02.2016