Kinder- und Jugendarbeit

djo fordert klares Engagement Deutschlands und der EU in der ukrainischen Krise

Jugendlicher Demonstrant in Chernivtsi
Bild: Tetyana Strylchik Jugendlicher Demonstrant in Chernivtsi, 28. November 2013

Die Deutsche Jugend in Europa sieht als prioritäres Ziel ein sofortiges Ende des militärischen Einsatzes auf der Krim und in anderen Regionen der Ukraine. Die territoriale Integrität des Landes müsse gewahrt werden.

Gleichzeitig sollten alle beteiligten Akteure auf einen weiterhin friedlichen Verlauf des Konflikts hinwirken und auf die Wahrung der Interessen aller ethnischen Gruppen in der Region geachtet werden.
 
Als Jugendverband setzt sich die djo im Wissen um ihre eigenen Wurzeln für die Rechte von Minderheiten und das Selbstbestimmungsrecht der Völker ein. Sie verurteilt, dass in diesem Konflikt diese Rechte offensichtlich instrumentalisiert würden, um andere strategische Ziele zu erreichen. Durch dieses Vorgehen würden ethnische Spannungen in der Ukraine künstlich verstärkt, was bei einer ungünstigen Entwicklung der Geschehnisse bis hin zu einem Bürgerkrieg führen könne. Daher müsse die jetzige und die kommende ukrainische Regierung dabei unterstützt werden, die Rechte aller Minderheiten zu achten und zu schützen.
 
„Für die djo-Deutsche Jugend in Europa ist die internationale Jugendarbeit ein Mittel der präventiven Friedensarbeit“, erklärt die djo-Bundesvorsitzende Hetav Tek. „Derzeit wird die Verständigung zwischen den Völkern durch den Konflikt deutlich erschwert. Es ist zu befürchten, dass Europa in altes Lagerdenken aus den Zeiten des Kalten Kriegs zurück fällt. Gerade in Zeiten der Krise muss es unser Ziel sein, Grenzen zu überwinden und Völkerfreundschaft zu leben.“
 
Deshalb bittet die djo-Deutsche Jugend in Europa insbesondere alle in der Kinder- und Jugendarbeit Engagierten, sich für eine friedliche Lösung des Konflikts zu engagieren. Es sei weiterhin wichtig, dass auf jugendpolitischer Ebene der Dialog mit Russland und der Ukraine nicht abgebrochen sondern gerade jetzt sogar verstärkt werde. Die Jugendlichen in den Ländern müssten in die Lösung mit eingebunden werden. Die deutschen Jugendverbände seien aufgefordert, hier unterstützend zu agieren.
 
Die djo-Deutsche Jugend in Europa arbeitet über Kooperationsabkommen eng und intensiv mit den Jugendorganisationen der deutschen Minderheiten in der Ukraine und Russland zusammen. Ihr Anliegen ist es, junge Menschen zu Brücken zwischen den Menschen, Volksgruppen und Völkern werden zu lassen. So könne ein gegenseitiges Kennenlernen ermöglicht und gefördert werden.

Quelle: djo - Deutsche Jugend in Europa vom 07.03.2014

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