Kinder- und Jugendarbeit / Digitalisierung und Medien

#digitalejugendarbeit – Fachtagung am Puls der Zeit

Kinder machen Selfies
Bild: © Syda Productions - fotolia.com

Die Trennung zwischen Online und Offline-Welt gehört längst der Vergangenheit an. Bei der 11. Fachtagung des österreichischen Netzwerks Offene Jugendarbeit (bOJA) befassten sich über 380 Teilnehmer/-innen vom 19. bis 21. November 2017 mit dem Thema #digitalejugendarbeit und bildeten sich weiter. Eine Social Wall gibt noch bis Monatsende Einblicke in die vielfältigen Diskussionen.

Dass digitale Jugendarbeit Querschnittsmaterie ist und längst zum Alltag in Jugendzentren, Jugendtreffs und in der mobilen Jugendarbeit gehört, steht außer Frage. Welche Wege und Methoden aber angewandt werden, um digitale Jugendarbeit in die Praxis umzusetzen und die digitale Gesellschaft mitzugestalten, wurden Wien intensiv diskutiert.

Digitale Jugendarbeit – Junge Menschen stärken 

Jugendarbeit hat das Ziel junge Menschen ganzheitlich zu stärken und in ihrer Entwicklung zu begleiten – dieser Grundsatz steht auch im Zentrum wenn von digitaler Jugendarbeit die Rede ist. Neben zahlreichen Expert/-innen aus Wissenschaft und Praxis, wie Franz Josef Röll (Universität Darmstadt), Anu Pöyskö (wienXtra-medienzentrum), Barbara Buchegger (saferinternet.at) oder Hemma Mayrhofer (Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie), war ein Mix der bedeutendsten Einrichtungen Österreichs präsent, die sich mit Jugend und Digitalisierung befassen.

„Wir alle sind digital learners“

So lautet der meistzitierte Satz der Tagung, welcher einerseits der älteren Generation die Angst vor technischer Innovation nehmen soll, aber gleichzeitig auch jungen Menschen die Last der „digital natives“ von den Schultern nimmt. Das Aufwachsen mit sozialen Netzwerken, neuen Kommunikationskanälen und -tools heißt nicht, dass Jugendliche nicht genauso Ängste und Fragen haben, die beispielweise mit Datenspeicherung oder ihren Rechten und Pflichten einhergehen.

Social Wall als Dialog-Forum 

Die inhaltliche Bandbreite der Tagung reichte von Big Data über Sexualität im Netz, Ethik, Open Source Tools bis zu Identitätsexperimenten und weit darüber hinaus. Neben dem Plenum gab es heuer ein zweites Dialog-Forum - eine Social Wall - welche noch bis Monatsende abrufbar ist. 

Weitere Informationen mit einer Tagungsdokumentation stehen auf der Webseite des österreichischen Netzwerks offene Jugendarbeit zur Verfügung. 

Quelle: Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit

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