Diversität im Sport

Die Vielfalt auf dem Platz muss alltäglich werden

Grünes Netz eines Fußballtor
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Vertreter/-innen aus Politik, Wissenschaft und Sport diskutierten Anfang Oktober über die nachhaltige Akzeptanz von Diversität im und durch den Sport. Das Programm „Willkommen im Fußball“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung teilte dazu seine Erfahrungen und Herausforderungen aus fünf Jahren Programmlaufzeit.

Mit der Podiumsdiskussion Willkommen im Fußball – Vielfalt als Normalität? endete die digitale Willkommen im Fußball-Dialogwoche am 8. Oktober 2020. Wie gelingt es, dass Vielfalt auf dem Platz, in Vereinsgremien und in der Gesellschaft akzeptiert wird? Was kann und sollte – im Profi- sowie im Amateur-Fußball – dafür getan werden, damit Vielfalt alltäglich und Rassismus wirksam bekämpft wird?

Diesen Fragen widmete sich Annette Widmann-Mauz (Integrationsstaatsministerin) gemeinsam mit Pablo Thiam (Sportlicher Leiter der VfL-Fußball.Akademie, Integrationsbeauftragter des VfL Wolfsburg), Prof. Dr. Naika Foroutan (Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung) und Havere Morina vom Verein CHAMPIONS ohne GRENZEN. Eröffnet wurde das Gespräch von Vertreterinnen der DFL Stiftung und Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Beide Organisationen sind gemeinsam mit der Integrationsstaatsministerin Partner im Programm Willkommen im Fußball.

Fußball hilft jungen Geflüchteten beim Ankommen

Die Programmerfahrungen von Willkommen im Fußball zeigen, dass der Fußball jungen Geflüchteten beispielweise durch das Knüpfen neuer Kontakte beim Ankommen in einer unbekannten Umgebung eine gute Unterstützung bieten kann. Damit aus diesem Ankommen eine langfristige Teilhabe resultiert, bedarf es einer Anstrengung der gesamten Gesellschaft. „Mit unserem Engagement haben wir hunderten jungen Geflüchteten geholfen, sich in einem neuen Land zu orientieren. Insbesondere der Fußball mit seinen klaren, weltweit bekannten Regeln hat ein großes Potenzial dafür. Viele der jungen Menschen, die vor einigen Jahren angekommen sind, möchten nun nicht mehr den Stempel ,Flüchtling’ tragen, sondern ein Teil der Gesellschaft sein – das müssen wir gemeinsam möglich machen“, erklärt Dr. Heike Kahl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Gastgeberin der Podiumsdiskussion.

„Das Programm Willkommen im Fußball unterstützt gezielt Mädchen und Frauen mit Fluchthintergrund beim Ankommen in unserer Gesellschaft und verbindet das mit Spaß am gemeinsamen Fußballerlebnis. So gelingt Integration! Im Fußball sind vielfältige Teams auf ihre gemeinsame Leistung stolz. Das sollten wir viel selbstverständlicher auch in anderen Bereichen leben“, betont Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Wer sich persönlich begegnet, baut Vorurteile ab

Im Programm Willkommen im Fußball und auf anderen Fußballfeldern treffen Menschen mit verschiedenen Hintergründen aufeinander. Franziska Fey, Vorstandsvorsitzende der DFL Stiftung, sagt: „Der Fußball kann ein wunderbarer Ausgangspunkt für gegenseitiges Verständnis sein. Wer sich persönlich begegnet, baut Vorurteile ab. Das Programm Willkommen im Fußball zeigt an seinen 23 Standorten: Im Miteinander verschiedener Partner können wir viel bewegen. Dazu tragen nicht zuletzt auch die beteiligten Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga bei.“

Zitat von Pablo Thiam, sportlicher Leiter der VfL-Fußball.Akademie sowie Integrationsbeauftragter des VfL Wolfsburg: „Das Programm Willkommen im Fußball hat in den letzten fünf Jahren einen ersten großen Schritt gemacht und mit seinen 23 Bündnissen viele Angebote für mehr Teilhabe von Menschen mit Fluchthintergrund initiiert. Ich hoffe, dass die Netzwerke, Kontakte und Strukturen, die viele Menschen mit ihrem persönlichen Engagement in den letzten Jahren aufgebaut haben, auch nach dem Ende des Programms weiterhin bestehen bleiben und genutzt werden.“

Willkommen im Fußball

Das Programm Willkommen im Fußball ermöglicht seit 2015 jungen Geflüchteten bis 27 Jahren durch niedrigschwellige Angebote den Zugang zu Sport und unterstützt so, auch über den organisierten Fußball hinaus, die Teilhabe und das gesellschaftliche Miteinander. Das Programm setzt dabei auf Bündnisse. Dahinter steht die Kooperation eines Clubs der Bundesliga oder  2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen oder kommunalen Akteuren sowie Amateurfußballvereinen. Neben regelmäßigen Trainingsangeboten bieten die lokalen Bündnisse auch Bildungs-, Beratungs- und Qualifizierungsangebote an.

Willkommen im Fußball ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, initiiert und gefördert von der DFL Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Weitere Infos: www.dfl-stiftung.de/willkommen-im-fussball

Quelle: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung vom 09.10.2020

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