Kinder- und Jugendarbeit / Gesundheit

DFB und BZgA verlängern Kooperation

Ein Ball im Tor
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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bleiben in ihrem Engagement für Gesundheits- und Präventionsprojekte auch für die kommenden drei Jahre partnerschaftlich verbunden.

In der DFB-Zentrale in Frankfurt unterzeichnen heute (22.10.2014) die Direktorin der BZgA, Prof. Dr. Elisabeth Pott und der Präsident des DFB, Wolfgang Niersbach, die Kooperationsvereinbarung für die nächsten drei Jahre. Die bisherige 25-jährige Zusammenarbeit gehört für beide Partner zur längsten bestehenden Partnerschaft im Bereich der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung.

"Kinder stark machen"

DFB und BZgA haben bereits früh erkannt, welche wichtige Rolle Fußballvereine im Rahmen der gesundheitlichen Aufklärung spielen. Seit 1989 konnte die BZgA mit Unterstützung des DFB ihre Initiative "Kinder stark machen" zur frühen Suchtvorbeugung zahlreichen Multiplikatoren im Fußball vermitteln und sie zur Mitwirkung motivieren. "Kinder stark machen" setzt an, bevor Kinder mit dem Konsum von Suchtmitteln wie Tabak und Alkohol beginnen. Ein zentrales Ziel dabei ist die Vermittlung von Selbstvertrauen in die eigenen Stärken. "Kinder, die ihre Stärken kennen und denen wir Vertrauen und Anerkennung schenken, wachsen zu selbstbewussten Persönlichkeiten heran - eine wichtige Grundlage, um später auch gegen Gruppendruck "Nein" zu Suchtmitteln sagen zu können", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott.

Suchtprävention und die Stärkung von Lebens-Kompetenz

Deshalb hat die BZgA für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Fußballvereinen ein Schulungskonzept entwickelt, das Suchtprävention und die Stärkung von Lebens-Kompetenz eingeführt und inzwischen zum festen Bestandteil der Aus- und Fortbildungsangebote des DFB für seine Landesverbände gemacht hat. An dieser Qualifizierung haben seit 2007 rund 10.000 Multiplikatoren teilgenommen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Die Kooperation mit der BZgA liegt uns sehr am Herzen, weil wir im präventiven Bereich in den vergangenen 25 Jahren gemeinsam viel erreicht haben und dort nicht nachlassen wollen. Über den Fußball haben wir die Chance, gerade Kinder und Jugendliche direkt anzusprechen und sie auf Suchtgefahren hinzuweisen. Diese Möglichkeit wollen wir auch in Zukunft über verschiedene Maßnahmen und Kampagnen nutzen."

Die Kooperation zwischen BZgA und DFB zeichnet sich auch durch neue gemeinsame Projekte aus. Die bundesweite Initiative des DFB "Doppelpass 2020", bei der die Zusammenarbeit von Schule und Fußballverein gefördert werden soll, zählt ebenso dazu wie das Projekt "Alkoholfrei Sport genießen" der BZgA, bei dem das Vorbildverhalten der Erwachsenen im Fußballverein im Vordergrund steht.

Unter Berücksichtigung seiner gesellschaftlichen Verantwortung wendet sich der DFB zukünftig noch stärker dem Thema "Gesundheit und Fußball" zu. In der Zusammenarbeit zwischen DFB und der BZgA soll die Ansprache der Trainerinnen und Trainer sowie der Betreuerinnen und Betreuer zu Themen wie Alkohol- und Tabakprävention, Ernährung, Prävention von Herz- Kreislauferkrankungen intensiviert werden.

Weitere Informationen zu den gemeinsamen Projekten der BZgA und des DFB:

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 22.10.2014

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