Kinder- und Jugendarbeit / Digitalisierung und Medien

Deutscher Jugendfilmpreis: Von Lippenstift, Umweltschutz und dem Leben als Influencerin

Junge Menschen sitzen im Kino und schauen gespannt auf die Leinwand.
Bild: KJF/Katrin Chodor

Warum trägt ein junger Mann Lippenstift? Wieviel Wasser verbrauche ich täglich? Mit solchen und ähnlichen Fragen befassen sich die Filme, die in diesem Jahr zu den Bundeswettbewerben Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis eingereicht wurden. Vom 21. bis 23. Juni 2019 findet im Thega-Filmpalast Hildesheim das 32. Bundes.Festival.Film. statt. Während der drei Tage sind dort die 44 besten Filme aus beiden Wettbewerben zu sehen.

Beim Deutschen Jugendfilmpreis und Deutschen Generationenfilmpreis werden oft Themen behandelt, die direkt Bezug zur Lebenswirklichkeit der Filmemacherinnen und Filmemacher nehmen. Damit sind ihre Produktionen ein unmittelbares Abbild gesellschaftlicher Realität – so, wie sie die Beteiligten wahrnehmen, verarbeiten und anderen zeigen möchten.

Das Verhältnis von Schein und Sein

Beim Deutschen Jugendfilmpreis fallen in diesem Jahr kritische Auseinandersetzungen mit dem digitalen Wandel und dem Einfluss von Medien und Medientechnik auf. Viele Filmemacherinnen und Filmemacher reflektieren das Verhältnis von Schein und Sein innerhalb der Sozialer Netzwerke. Die Umsetzung gelingt den jungen Filmschaffenden technisch virtuos und inhaltlich überzeugend.

Umweltschutz und Ressourcenverbrauch

Der Deutsche Generationenfilmpreis dient vor allem älteren Menschen ab 50 Jahre als Plattform für eigene Filmproduktionen. Im aktuellen Jahrgang ist zu beobachten, dass die Themen Umweltschutz und Ressourcenverbrauch sowie aktuelle gesellschaftspolitische Debatten, wie beispielsweise Fremdenfeindlichkeit, aufgegriffen werden.

Jahresthema: Nobody is perfect

Mit besonderem Interesse haben sich die Jurys auch 2019 den Einsendungen zu den beiden Jahresthemen „Nobody is perfect“ (Deutscher Jugendfilmpreis) und „Filmarchiv reloaded – Neuer Blick auf alte Bilder“ (Deutscher Generationenfilmpreis) gewidmet. Anzahl und Qualität der Einreichungen zu den Jahresthemen sind weiterhin erfreulich hoch.

„Die Stoffe, die in den eingereichten und nominierten Filmen bearbeitet werden, sind auch 2019 wieder Spiegel authentischer Sichtweisen und Perspektiven. Besonders spannend dabei ist, wie junge und ältere Filmemacherinnen und Filmemacher unsere Sehgewohnheiten herausfordern. Ich kann schon jetzt ein spannendes Filmwochenende in Hildesheim versprechen“, so Thomas Hartmann, Leiter des Bundes.Festival.Film. beim Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum.

Zum Hintergrund

Das Bundes.Festival.Film. bildet den jährlichen Höhepunkt der Bundeswettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis. Beide Wettbewerbe sowie das Bundes.Festival.Film. werden im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) organisiert und durchgeführt.

Zusätzliche Förderung erhält das Festival durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, die Stadt Hildesheim und die Friedrich Weinhagen Stiftung. Kooperationsveranstalter vor Ort sind die Stiftung Universität Hildesheim (Institut für Medien, Theater und Populäre Kunst, Abteilung Medien), sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK).

Weitere Informationen zum Bundes.Festival.Film.: www.bundesfestival.de

Quelle: Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) vom 23.05.2019

Info-Pool