Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Deutscher Bundesjugendring: Verbandliche Jugendreisen sind von hoher Qualität

Jugendliche sitzen in der Dämmerung um ein Lagerfeuer am See
Bild: Tegan Mierle - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Freizeitmaßnahmen der Jugendverbände sind ein wichtiger Ort außerschulischer und informeller Bildung. Zur Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin betont der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) die Bedeutung von verbandlichen Jugendreisen und fordert u.a. eine bessere Förderung, um die Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen.

„Bei unseren Bildungsmaßnahmen, Zeltlagern, Ausflügen, Freizeiten oder Wochenendfahrten bestimmen Kinder und Jugendliche selbst, das ist eine besondere Qualität unseres Angebotes“, sagte DBJR-Vorstandsmitglied Daniela Broda.

Selbstorganisation und Selbstbestimmtheit im Mittelpunkt

Im außerschulischen Bereich gehören die Jugendverbände zu den größten Anbietern für (Gruppen-)Jugendreisen in Deutschland und ins Ausland. Jugendverbandliche Freizeitmaßnahmen haben als Angebot der Kinder- und Jugendhilfe eine besondere Qualität: Sie stellen Selbstorganisation und Selbstbestimmtheit in den Mittelpunkt, sind geprägt von Werteorientierung sowie Freiwilligkeit. Und sie schaffen Freiräume für junge Menschen, in denen sie sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen beteiligen können. „Wenn aus Anlass der Tourismusbörse im Bund über Tourismus diskutiert wird, dann muss unsere Art von Jugendreisen mitgedacht werden“, fordert Daniela Broda.

Verbesserte Förderung für Freizeitmaßnahmen gefordert

Freizeitmaßnahmen der Jugendverbände sind ein wichtiger Ort außerschulischer und informeller Bildung. Deshalb fordert der Deutsche Bundesjugendring: „Wir brauchen eine ausreichende und verbesserte öffentliche Förderung auf allen föderalen Ebenen, um Freizeitmaßnahmen als Teil der Kinder- und Jugendarbeit entsprechend §11 SGB VIII abzusichern sowie für alle Kinder und Jugendliche, unabhängig vom sozialen Status und Herkunft, eine Teilnahme durch den öffentlichen Träger zu gewährleisten“. Die Vielfalt von gemeinnützigen Jugendzeltplätzen, Jugendfreizeit- und Jugendbildungsstätten sowie vergleichbare Einrichtungen müsse auch durch öffentliche Förderung gesichert werden, so der DBJR. Sie seien die Voraussetzung für Angebote der Kinder- und Jugenderholung nach dem SGB VIII, bedeuten kostengünstige Unterkünfte für jugendverbandliche Freizeiten und erfüllen damit einen gesellschaftlichen Auftrag.

Freiräume für junge Menschen schaffen

Freiräume und selbstbestimmte Zeiten für Kinder und Jugendliche sind für die Persönlichkeitsentwicklung wichtig. Insbesondere in den Ferien ist verzweckte oder verplante Zeit für Schüler/-innen oder Studierende, nach Ansicht des DBJR, ein Hindernis, um als Teilnehmende oder Ehrenamtliche an einer Maßnahme teilzunehmen. Im Kontext einer Tourismusbörse müsse deswegen auch über rechtliche und bürokratische Rahmenbedingungen diskutiert werden, die ehrenamtliches Engagement ermöglichen.

Die Meldung Verbandliche Jugendreisen sind von hoher Qualität wurde beim Deutschen Bundesjugendring erstveröffentlicht und steht auch dort zur Verfügung.

Quelle: Deutscher Bundesjugendring

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