Kinder- und Jugendarbeit

Der stellvertretende Hessische Ministerpräsident Hahn zur Verleihung des Jugend-Literaturpreises der OVAG

Sprache und somit auch Literatur seien, so der stellvertretende Ministerpräsident und Minister der Justiz, für Integration und Europa, Jörg-Uwe Hahn, wichtige Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Dabei gehe es nicht nur um fehlerfreies Schreiben, sondern um Kreativität, Phantasie und Individualität.

In seinem Grußwort zur Verleihung des Jugend-Literaturpreises am Montagabend in Friedberg würdigte der stellvertretende Ministerpräsident und Minister der Justiz, für Integration und Europa, Jörg-Uwe Hahn, den Jugend-Literaturpreis der OVAG als „etwas ganz Besonderes, etwas Ausgezeichnetes! Als bekennender Büchernarr ist es mir persönlich sehr wichtig, junge Menschen zum Schreiben zu animieren – und es ist auch anderen Menschen wichtig, denn die OVAG ist für ihren Jugend-Literaturpreis vor zehn Tagen mit dem Deutschen Kulturförderpreis der deutschen Wirtschaft im BDI ausgezeichnet worden.“

„Die heutigen Gewinnerinnen und Gewinner des 9. Jugend-Literaturpreises haben die Juroren mit ihren Geschichten überzeugt“, resümierte Justizminister Jörg-Uwe Hahn: „Sie haben für sich erkannt, welche Möglichkeiten Sprache und Literatur bieten! Geschichten öffnen uns das Tor zu einer anderen Welt. Wir brechen aus unserer eigenen, eher ‚kleinen Welt‘, wir tauchen ein in fremde Welten, neue Erlebnisse und Erfahrungen. Sie kennen das hoffentlich alle: wie wir manchmal ein Buch nicht aus der Hand legen können, weil es uns so sehr fesselt und wir alles um uns herum vergessen.“

Lesen und Geschichten, so Justiz- und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn,  seien etwas, was uns schon seit der frühen Kindheit begleite. Dazu zähle das Vorlesen in der Familie, dazu zähle die Gute-Nacht-Geschichte vor dem Zu-Bett-Gehen, die Kinder nicht oft genug hören können. „Und selbst wenn Kinder noch nicht lesen können, so wissen sie die Geschichten auswendig, und wehe, wenn die Eltern die Geschichte abkürzen und Teile auslassen.“

Sprache und somit auch Literatur seien wichtige Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Dabei gehe  es nicht nur um fehlerfreies Schreiben, sondern um Kreativität, Phantasie und Individualität. „Wenn Sie in fremde Welten eintauchen, dann ebnet die Literatur den Weg für eine tiefe Auseinandersetzung mit der eigenen, aber auch mit fremden Kulturen. Sie sensibilisiert für Unterschiede, aber auch für Gemeinsamkeiten. Sie baut Brücken zwischen Menschen. Sie lehrt uns, einander zu verstehen. Lesen und ebenso Schreiben sehe ich deshalb als identitätsstiftend und integrierend an. Sich mit Sprache auszudrücken, sich anderen mitzuteilen, eigene Gefühle oder Wünsche zu äußern, ist das Wesen von Kommunikation und Begegnung. In meiner Arbeit als Integrationsminister erlebe ich an jedem einzelnen Tag, dass Kommunikation und Begegnung unsere Gesellschaft zusammenbringen“, so Justiz- und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn: „Schreiben bedeutet Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und auch mit anderen Identitäten.“

„Der Jugend- Literaturpreis der OVAG gibt wichtige Impulse, damit sich junge Menschen zwischen 14 und 23 Jahren mit Fragen auseinandersetzen – und diese Fragen zu Papier bringen – die für sie zentral sind“, sagte Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn: „Ich hoffe sehr, dass es bei diesem Wettbewerb nicht bleibt, sondern dass ganz viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Schreiben für sich entdecken und es als Mittel der Auseinandersetzung mit sich selbst und einer denkbar vielfältigen Welt nutzen.

Quelle: Hessisches Ministerium für Justiz, für Integration und Europa vom 24.09.2012