Kinder- und Jugendarbeit / Europa

Der Sommer der Zusammenarbeit beginnt – Europäische Treffen von Generation Europe

Junge Menschen stehen im Kreis und strecken die Arme aus
Bild: © IBB e.V.

Am Mittwoch, den 5. Juni geht es los: In der nordfinnischen Stadt Oulu startet die diesjährige Saison der internationalen Jugendbegegnungen von Generation Europe. Bis Ende August folgen neun weitere europäische Treffen in Dänemark, Deutschland, Griechenland, Italien, Polen, Portugal, Rumänien und Litauen. Die Jugendlichen engagieren sich für mehr gesellschaftliche Teilhabe, für Verbesserungen vor Ort und für ein solidarisches Europa.

„In Sachen Jugendbeteiligung gibt es bei uns in Oulu noch Luft nach oben“, sagt Jaakko Huuki von der finnischen Jugendorganisation Nuoret Kotkat. „Viele haben hier den Eindruck in der Peripherie zu leben – Europa fühlt sich weit entfernt an. Mit Generation Europe mischen wir uns in unserer Stadt ein, und schmieden zusammen mit unseren Partner/-innen aus Deutschland und Tschechien Pläne, wie wir für Europa einen Unterschied machen können.“  

Für Europa einen Unterschied machen 

Die Themen, mit denen sich die Jugendlichen aus Düsseldorf (Deutschland), Brno (Tschechien) und Oulu (Finnland) im Rahmen der zweiwöchigen Jugendbegegnung beschäftigen, haben es in sich: Ausgrenzung von Bevölkerungsgruppen, die Folgen von Stadtteil-Aufwertungen, Barrierefreiheit. Vor Ort treffen sie lokale Aktivist/-innen, aber auch Politiker/-innen und Vertreter/-innen der Stadtverwaltung. Die Gastgeber-Gruppe erstellt einen lokalen Aktionsplan für Oulu. Sie wird dabei von ihren Mitstreiter/-innen aus Deutschland und Tschechien unterstützt. Die Aktiven aus den beiden anderen Ländern sammeln so wertvolle Erfahrungen, denn sie haben ähnliches in ihren Städten vor.

Jugendliche sind Teil einer aktiven europäischen Bürgerschaft 

„Ich freue mich besonders, dass wir mit Generation Europe auch Jugendliche ansprechen, die vorher mit Politik nichts am Hut hatten“, sagt Elke Wegener, Geschäftsführerin des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks. Der in Dortmund ansässige Verein hat das Konzept für das europäische Großprojekt entwickelt. „Gemeinsam beweisen wir: Viele Jugendliche sind bereit Teil einer aktiven europäischen Bürgerschaft zu sein – wenn wir Zugangshürden abbauen und die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen!“

An Generation Europe sind 30 Jugendeinrichtungen aus 15 europäischen Ländern beteiligt. Jeweils drei Organisationen arbeiten über drei Jahre hinweg kontinuierlich zusammen. Die Jugendlichen bearbeiten Probleme vor Ort, organisieren gemeinsame Jugendbegegnungen und tragen ihren Aktivismus auf die europäische Ebene. Nur wenige Tage nach dem Auftakt in Oulu beginnt bereits die zweite internationale Begegnung in Herslev (Dänmark). Die letzte Zusammenkunft für diesen Sommer findet Ende August in Sovata (Rumänien) statt.

Weitere Informationen

„Generation Europe – Young Democracy in Action“ ist ein Programm des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V., gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen, Erasmus+  JUGEND in Aktion, dem BMFSFJ, der Stiftung Mercator, dem TMBJS Thüringen, dem Sozialministerium Schleswig-Holstein, dem MBJS Brandenburg und der Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport. Weitere Informationen: www.generationeurope.org

Die beteiligten Jugendeinrichtungen kommen aus folgenden Ländern: Belarus, Estland, Dänemark, Deutschland, Finnland, Griechenland, Italien, Litauen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn.

Folgende Partner aus Deutschland sind Teil der Vernetzung: Jugendamt der Stadt Bochum, Alte Schule e.V. Buchholz, SJD – Die Falken Brandenburg, SJD – Die Falken Düsseldorf, ROOTS & ROUTES Cologne e.V., Stadt München, Kinder- und Jugendtreff ParkHaus Oberhausen, Kreisjugendamt Steinfurt, Werkstatt im Kreis Unna, EJB Weimar.

Quelle: Internationales Bildungs- und Begegnungswerk (IBB e.V.) vom 04.06.2019

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