Kinder- und Jugendarbeit / Freiwilliges Engagement

DBJR-Vollversammlung reagiert auf Vorschlag zum Bundesfreiwilligendienst

Die Vollversammlung des Deutschen Bundesjugendrings fordert den Ausbau und die Stärkung der Jugendfreiwilligendienste. Dazu zählt die Profilierung der Dienste als Lern- und Orientierungsdienst.

Außerdem müssten Jugendfreiwilligendienste finanziell abgesichert werden. Die am 29./30. Oktober 2010 in Berlin zusammengekommenen Vertreterinnen und Vertreter der mehr als 5,5 Millionen verbandlich engagierten Jugendlichen in Deutschland machten deutlich, dass ein Bundesfreiwilligendiens nur ein Übergang sein könne.

Die Verbandsvertreterinnen und -vertreter wiesen darauf hin, dass junge Menschen sich aktiv in die Gestaltung von Staat und Gesellschaft einbringen wollen. Bei ihrem sozialen Einsatz wollen sie sich weiterentwickeln, wollen Orientierung für ihr Berufsleben erhalten. Dieses Potenzial muss der Staat aus Sicht des DBJR erschließen. Mit dem Ende der Wehr- und Wehrersatzdienste stünden nun die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung, bestehende Strukturen zu stärken. 

Der von Bundesministerin Kristina Schröder vorgeschlagene Bundesfreiwilligendienst sei dazu ein Schritt. Die sich zunächst ergebende Doppelstruktur darf aus Sicht der Jugendverbände und Landesjugendringe im DBJR nicht das bewährte zivilgesellschaftliche Angebot der Jugendfreiwilligendienste beschädigen - weder rechtlich noch finanziell. Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit gebe es bewährte Angebote von Jugendfreiwilligendiensten, die von jungen Menschen besonders stark nachgefragt würden. Diese Angebote müssten deutlich stärker gefördert und ausgebaut werden.

Der beigefügte Hyperlink führt zum DBJR-Vollversammlugsbeschluss "Vorfahrt für die Zivilgesellschaft - staatlicher „Bundesfreiwilligendienst“ kann nur ein Übergang sein!"

http://www.dbjr.de/uploadfiles/7_3285_13.3_Antrag_final_layout.pdf 

Quelle: Deutscher Bundesjugendring