Kinder- und Jugendarbeit / Qualifizierung

Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik zieht Fazit nach einem Jahr Erlebnispädagoge be®

Eine junge Frau klettert bei strahlend blauem Himmel in den Bergen und lacht
Bild: be © greg epperson - shutterstock.com

Mit der Entwicklung und Einführung des Titels Erlebnispädagoge be® bzw. Erlebnispädagogin be® vollzog der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. (be) einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zur Professionalisierung der Erlebnispädagogik. Seit der Einführung des Titels und des dazugehörigen Anerkennungsverfahrens wachsen die Zahlen derer, die ihre Qualifikation und ihre professionelle Arbeit in der Erlebnispädagogik mit dem Titel nachweisen lassen und transparent machen.

Über das sogenannte Anerkennungsverfahren erwerben Personen den Titel Erlebnispädagoge be® bzw. Erlebnispädagogin be® . Dafür müssen sie nachweisen, dass sie Qualifikationen und Abschlüsse in der Pädagogik sowie der Erlebnispädagogik erlangt haben. Hinzukommen Erfahrungen in der erlebnispädagogischen Praxis, Fort- und Weiterbildungen und der Nachweis, dass die eigene erlebnispädagogische Arbeit stets reflektiert und weiterentwickelt wird.

Professionalisierung des erlebnispädagogischen Arbeitsfeldes

Der Titel ist vergleichbar mit einer Ausbildungsstufe, die oberhalb einer grundlegenden und fundierten Ausbildung in der Erlebnispädagogik ansetzt. So wird einerseits die Vielfalt der Ausbildungen in der Erlebnispädagogik unterstützt und bewahrt. Andererseits sorgen vergleichbare Anforderungen für eine Professionalisierung des erlebnispädagogischen Arbeitsfeldes. Der Titel ist damit vor allem für diejenigen Trainerinnen und Trainer relevant, die hauptberuflich in der Erlebnispädagogik und dem handlungsorientierten Lernen tätig sind. Sie erhalten mit dem Titel nicht nur einen externen und unabhängigen Nachweis für ihre Qualifikationen sondern können ihre Professionalität in der erlebnispädagogischen Arbeit gegenüber Kunden und Auftraggeberinnen transparent machen. Auch im Rahmen der Ausbildung in der Erlebnispädagogik wird dies künftig relevant sein, da die Qualitätsansprüche steigen und Ausbilder/-innen selbst ein höheres Maß an Qualifikationen aufweisen müssen, um im Bereich der Erlebnispädagogik ausbilden zu können.

Positive Bilanz nach einem Jahr

Nun feiert der Titel Erlebnispädagoge be® / Erlebnispädagogin be® quasi seinen ersten Geburtstag. Nach circa zweijähriger Entwicklungsphase, in welche über 50 Fachleute involviert waren, wurde der Titel im Mai 2018 eingeführt. Seitdem haben bereits 47 Personen das Anerkennungsverfahren positiv durchlaufen und tragen den Titel. Das sind 40% aller natürlichen Mitglieder des Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. Nahezu wöchentlich werden Anträge für den Titel in der Geschäftsstelle des be eingereicht. Nach einem Jahr fällt die Bilanz positiv aus. Das Verfahren und die Abläufe haben sich in der Praxis bewährt und der Titel wächst in Zahlen und der öffentlichen Anerkennung.

Informationen zum Anerkennungsverfahren

Der Titel wird nur vom Bundesverband vergeben. Dafür melden sich Interessenten beim be für das Anerkennungsverfahren an. Die dafür notwendigen Anforderungen, Nachweise und Verfahrensabläufe werden im Dokument „Anerkennungsverfahren zum Titel Erlebnispädagoge be® / Erlebnispädagogin be®“ (PDF, 395 KB) erläutert. Eine Checkliste (PDF,608 KB) unterstützt die Antragsteller/-innen zudem bei der Strukturierung der Nachweise. Die in der Geschäftsstelle des be eingereichten Unterlagen und Nachweise werden von geschulten Prüfer/-innen gesichtet. Erfüllen die Nachweise die Anforderungen des Anerkennungsverfahrens, dann vergibt der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. den Titel Erlebnispädagoge be® bzw. Erlebnispädagogin be®. Antragsteller/-innen erhalten dazu eine Bestätigung mit offizieller Urkunde. Zudem werden sie öffentlich auf den Internetseiten des Bundesverbandes genannt, so dass z.B. Aufraggeber prüfen können, ob der oder die gewählte Trainerin den Titel trägt.

Weiterentwicklung und Verbreitung handlungsorientierten Lernens

Der Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V. setzt sich für die Weiterentwicklung und Verbreitung des handlungsorientierten Lernens ein. Die Qualitätsarbeit und die Professionalisierung des Arbeitsfeldes sind dabei Hauptaufgaben des Fachverbandes. Der Titel Erlebnispädagoge be® / Erlebnispädagogin be® ist ein weiterer Meilenstein der Arbeit auf dem Weg zur Professionalisierung der Erlebnispädagogik. Er ergänzt in logischer Folge die zuvor entwickelten Qualitätsinstrumente wie Qualitätsgrundlagen und Standards, die Zertifizierung „Qualität in der Individual- und Erlebnispädagogik – Mit Sicherheit pädagogisch!“, welche mit dem Qualitätssiegel „beQ“ belegt wird sowie das erstmals formulierte Berufsbild des*der Erlebnispädagog*in (PDF, 380 KB).

Weitere Informationen zum Titel und dem Anerkennungsverfahren stehen auf den Seiten des Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V.  zur Verfügung. Eine telefonische Beratung ist ebenso gerne unter der Telefonnummer 0231 – 9999490 möglich.

Quelle: Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V.

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