Kinder- und Jugendarbeit / Demokratie

Bremer Jugendpreis „Dem Hass keine Chance“: ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz

Bunte, transparente Scherenschnitte von Köpfen Erwachsener lappen übereinander.
Bild: © Robert Kneschke - fotolia.com

Beim Bremer Jugendpreis „Dem Hass keine Chance“ lassen Kinder und Jugendliche aus Bremen und Bremerhaven jedes Jahr ihrer Phantasie freien Lauf und setzen mit ihrem Ideenreichtum ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz – gegen Hass, Gewalt und Rassismus. Die Landeszentrale für politische Bildung Bremen, die den Wettbewerb organisiert, hat für 2020 das Motto #ALLEZUFRIEDEN? ausgerufen.

Frieden ist ein großes Wort. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren herrscht in Deutschland Frieden. Aber was bedeutet das für Kinder und Jugendliche persönlich? Wo fängt Frieden an; wo endet er und was kann man tun, um ihn zu bewahren? Auf dem Schulhof, im Freizi oder auf dem Sportplatz.

Soziale Ungerechtigkeit, Gewalt und Krieg sind Hauptursachen für menschliches Leid

Die Tatsache, dass wir seit 75 Jahren in einem Land ohne Krieg leben, ist ein großes Privileg, das auch zur Resignation oder zu mehr Bequemlichkeit führen kann. Und leben wir überhaupt alle in Frieden? Um eine Grundlage für einen dauerhaften Frieden zu schaffen, müssen Werte wie Respekt, Fairness und Gleichbehandlung vermittelt werden. Immer wieder! In Zeiten, in denen Populisten in Europa bei Wahlen erfolgreich sind, ist das wichtiger denn je.

Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass Frieden allzu oft nicht selbstverständlich ist. So unglückselig dies auch ist, bietet uns dies jedoch auch die Gelegenheit, herauszufinden, wie Frieden erreicht werden kann, sowohl jeder für sich als auch gemeinsam.

Zeichen gegen Hass, Krieg, Ausgrenzung und Gewalt setzen

Der Bremer Jugendpreis „Dem Hass keine Chance“ möchte in diesem Jahr das Gedenken an 75 Jahre Kriegsende nutzen, um an die Wichtigkeit von Frieden und friedlichem Miteinander zu appellieren. Kinder und Jugendliche sind aufgefordert, ein Zeichen gegen Hass, Krieg, Ausgrenzung und Gewalt zu setzen und kreative Ideen für ein friedliches Miteinander einzusenden.

Projekte einreichen

Kinder und Jugendliche können ihre Projekte für ein gutes Miteinander bis zum 21. März 2020 bei der Landeszentrale für politische Bildung in Bremen einreichen.

Das Anmeldeformular steht online zur Verfügung unter www.landeszentrale-bremen.deAußerdem sind weitere Informationen im Wettbewerbsflyer (PDF, 2,4 MB) zu finden.

Wie wäre ein Projekt, das dabei hilft, gemeinsam eine schöne Welt zu gestalten: Und was kann hierbei jeder selbst dazu beitragen? Wie können Kinder und Jugendliche aktiv werden, um etwas zu verbessern? Wie das Thema umsetzt wird, entscheidet jeder selbst: Wie wäre es mit einem Film, einer Fotostory, einer Geschichte, einem Theaterstück oder einem Lied?

Möglich ist eine Teilnahme am Wettbewerb auch als Gruppe: Macht vielleicht sogar mehr Spaß zusammen mit der Klasse, dem Sportverein, einer Kirchengruppe oder ein paar Leuten aus dem Freizi. Hilfe von Erwachsenen ist auch erlaubt. Wichtig ist nur, dass die Teilnehmenden in Bremen oder Bremerhaven wohnen.

Der Bremer Jugendpreis

Der von der Landeszentrale für politische Bildung Bremen veranstaltete Wettbewerb „Dem Hass keine Chance“ um den Jugendpreis des Bremer Senates wird seit 1989 alljährlich veranstaltet. Der inhaltlich sehr freie Rahmen reicht von der Auseinandersetzung mit historischen Themen wie dem Nationalsozialismus über aktuelle oder anhaltende Probleme wie Gewalt oder Fremdenfeindlichkeit bis hin zu Vorstellungen über Zukunftswünsche der Menschen. Ziel des Wettbewerbes ist es, junge Menschen zu ermuntern, kreative Ideen gegen Hass und Gewalt zu entwickeln und Zivilcourage zu zeigen.

Die Gewinne

Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas: bis zu 1.000 Euro werden für einzelne Projekte vergeben. Wer gewinnt, entscheidet eine Jury. Alle Preisträgerinnen und Preisträger werden zu einem feierlichen Empfang in die Obere Rathaushalle eingeladen.

Quelle: Landeszentrale für politische Bildung Bremen

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