Kinder- und Jugendarbeit

Brandenburgs Jugendministerin Münch eröffnete landesweite Geschichtswerk­statt in Potsdam

Eine Gruppe des Steglitzer Wandervogels aus Berlin
Bild: Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell CC BY-NC 3.0

Jugendministerin Martina Münch eröffnete am 01. April 2014 die Auftaktveranstaltung für das diesjährige Jugendprogramm „Zeitensprünge“. Im Land Brandenburg wurden in diesem Jahr 31 Projekte von einer Jury ausgewählt.

Bei den ausgewählten Projekten greifen brandenburgische Jugendliche eine Vielzahl von historischen Themen auf, wie etwa „Großmütter, Mütter, Töchter. Frauen-Porträts aus Zehdenick“, „Entwurzelt und zurückgekehrt: Zwangsumgesiedelte berichten über Heimatsuche“, „Geschichten zwischen den Grenzsteinen“, „100 Jahre Erster Weltkrieg“, „Das Archiv – von der königlichen Hofbrauerei zum Alternativen Kulturzentrum“, „Nico – Model, Schauspielerin, Musikerin, Lübbenauerin“, „Beruhigt Euch nicht! Friedliche Revolution in Cottbus“.

Jugendministerin Münch verwies darauf, dass das Programm „Zeitensprünge“ helfen kann, dem Abwanderungstrend junger Menschen aus dem Land Brandenburg entgegenzuwirken. „Im Rahmen von lokalen Forschungsprojekten setzen sich Jugendliche mit historischen Ereignissen ihrer unmittelbaren Umgebung auseinander, graben nach ihren Wurzeln und entwickeln dabei ein Gespür für ihre Heimat“, so Münch. „Die Auseinandersetzung mit der lokalen und regionalen Geschichte schafft Heimatbindung und ermutigt die Jugendlichen zum aktiven Engagement im Gemeinwesen und in der Gesellschaft. Wer in seiner Region verankert ist – und zwar nicht nur persönlich oder beruflich, sondern auch historisch-kulturell – wird eher versuchen, dort zu bleiben.“

Zur Auftaktveranstaltung wurden rund 100 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren in Potsdam erwartet. Das Programm „Zeitensprünge“ der Stiftung Demokratische Jugend wurde im Jahr 2005 entwickelt, um die Heimatverbundenheit zu stärken und dabei zu helfen, den Abwanderungstrend junger Menschen aus ländlichen Regionen zu stoppen. Der Landesjugendring Brandenburg begleitet und berät die lokalen Initiativen junger Menschen zur Erforschung ihrer Heimat in den kommenden Monaten. Die Projektgruppen erhalten für ihre Forschungsarbeit rund 1.000 Euro sowie Unterstützung bei der technischen Ausrüstung mit Digitalkameras und MP3-Playern. Die ausgewählten Projekte finden von April bis November 2014 statt. Das Jugendgeschichtsprogramm wird vom brandenburgischen Jugendministerium mit 30.000 Euro und von der Stiftung Demokratische Jugend mit 20.000 Euro gefördert. Die Ergebnisse der Forschungsprojekte werden im November 2014 im Rahmen des Jugendgeschichtstages in Potsdam präsentiert. Das Programm „Zeitensprünge“ läuft auch in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.

Eine Liste mit den Projekten gibt es hier zum Download (PDF, 42,8 KB).

Weitere Informationen zum Jugendprogramm Zeitensprünge gibt es unter www.jugendstiftung.org.

http://www.jugendstiftung.org/Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend, Sport des Landes Brandenburg vom 31.03.2014

Info-Pool