Kinder- und Jugendarbeit

BKJ wählt neuen Vorstand und setzt die Stärkung der Zivilgesellschaft für 2016 auf ihre Agenda

Bild: © BKJ e.V.

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) will sich 2016 verstärkt politisch wirksam als zivilgesellschaftlicher Akteur für die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf kulturelle Teilhabe, Partizipation und gerechte Bildungschancen einsetzen.

hinten von links: Dr. Eva Bürgermeister (Beisitzerin); Insa Lienemann (stellvertrende Vorsitzende); Alexander Luttmann (Beisitzer); mitte von links: Peter Kamp (Beisitzer), Prof. Dr. Gerd Taube (Vorsitzender), Matthias Pannes (stellvertretender Vorsitzender); vorn: Tom Braun (Geschäftsführer), Marleen Mützlaff (Beisitzerin)

"Eine jugendgerechte Gesellschaft ist ohne die Zivilgesellschaft, ihr Engagement, ihre Netzwerke, Ressourcen und Potenziale nicht realisierbar", so der Vorsitzende der BKJ, Prof. Dr. Gerd Taube.

Die Mitglieder der BKJ haben am 15. November 2015 in Berlin für das Engagement des Dachverbands 2016 das Jahresprogramm "Flagge zeigen – Kinder und Jugendrechte realisieren" verabschiedet. Die klare politische Fokussierung des Dachverbands ist auch eine Konsequenz aus den Debatten der bundesweiten Fachtagung "Illusion Partizipation – Zukunft Partizipation. (Wie) macht Kulturelle Bildung unsere Gesellschaft jugendgerecht(er)?", die im Vorfeld der Mitgliederversammlung und zentralen Arbeitstagung der BKJ stattfand.

"Zivilgesellschaftliche und subsidiäre Positionierungen zu stärken, um die Rechte aller Kinder und Jugendlichen auf kulturelle Teilhabe und gerechtere Bildungschancen wirksam werden zu lassen, ist ein zentrales Leitziel für das Handeln der BKJ 2016. Eine Gesellschaft der Vielfalt braucht die Möglichkeit, gemeinschaftlich Interessen artikulieren zu können. Damit in die Gestaltung unserer Gesellschaft die Bedarfe und Perspektiven aller Kinder und Jugendlichen einfließen können, engagieren sich die Akteure der Kulturellen Bildung in den Kommunen, den Ländern und im Bund", erläuterte der Vorsitzende der BKJ, Prof. Dr. Gerd Taube, das Jahresthema.

Die BKJ will sich 2016 für kulturelle Bildungsmöglichkeiten stark machen, die individuellen Interessen, Bedürfnisse und Stärken von Kindern und Jugendlichen entsprechen. Sie nimmt die Lebenslagen junger Menschen zum Ausgangspunkt für ihr jugend-, bildungs- und kulturpolitisches Handeln. Die Sicherung des Subsidiaritätsprinzips und die Weiterentwicklung des Zusammenspiels öffentlicher und freier Träger in der Anwaltschaft und Bildungsverantwortung für Kinder und Jugendliche stehen dabei ebenso auf der Agenda wie eine lebendige Kultur des Aushandelns von Interessen und Strategien zwischen freien und öffentlichen Trägern sowie jungen Menschen und Erwachsenen.

Neuer Vorstand gewählt

Die Vertreter/-innen der Mitgliedsorganisationen der BKJ wählten am 15. November 2015 einen neuen Vorstand. Marleen Mützlaff, Generalsekretärin beim Arbeitskreis Musik in der Jugend (AMJ), und Alexander Luttmann, Geschäftsführer der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (LKJ) Schleswig-Holstein, wurden neu in den Vorstand gewählt. Prof. Dr. Gerd Taube, Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums der Bundesrepublik Deutschland (KJTZ) wurde in seinem Amt als Vorsitzender erneut bestätigt. Wiedergewählt wurden außerdem Dr. Eva Bürgermeister, Leiterin des Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums (KJF) und Peter Kamp, Vorsitzender des Bundesverbands der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen (bjke), Insa Lienemann, Geschäftsführerin der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Niedersachsen, und Matthias Pannes, Bundesgeschäftsführer des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) – die letzteren beiden als stellvertretende Vorsitzende. Herzlich verabschiedet wurde Axel Schneider, Geschäftsführer der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung (LKJ) Sachsen-Anhalt, der nicht wieder kandidiert hatte.

Neben dem Jahresthema und der Vorstandswahl hat die Mitgliederversammlung auch über die Aufnahme eines neuen Mitglieds entschieden: Der Bundesverband Musikunterricht (BMU) ist ein Zusammenschluss der BKJ-Mitgliedsorganisation Arbeitskreis für Schulmusik (AfS) und des Verbands Deutscher Schulmusiker (VDS). Die BKJ besteht damit aktuell aus 57 Mitgliedsorganisationen aus allen Sparten der Kulturellen Bildung.

Hintergrundinformation

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) ist der Dachverband der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung in Deutschland. Sie versteht sich als Sprachrohr der Kulturellen Bildung und vertritt ihre jugend-, bildungs- und kulturpolitischen Interessen. Ziel ist die Weiterentwicklung und Förderung der Kulturellen Bildung: gesellschaftlich sensibel, nachhaltig, möglichst für jeden Menschen zugänglich, von Anfang an und ein Leben lang. Unter dem Dach der BKJ sind 57 Organisationen aus den Bereichen Musik, Spiel, Theater, Tanz, Bildende Kunst, Literatur, Museum, Medien, Zirkus und kulturpädagogische Fortbildung vertreten. Sie ist der zentrale Fachpartner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Quelle: Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) vom 16.11.2015

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