Kinder- und Jugendarbeit / Nachhaltigkeit

BKJ unterstützt „Fridays for Future“

Eine Frau mit einem Megaphon
Bild: © Edyta Pawlowska - Fotolia.com

Auf ihrer Mitgliederversammlung äußerten die bundesweiten Fachorganisationen der kulturellen Kinder- und Jugendbildung breite Zustimmung zu den Forderungen junger Menschen zum Klimaschutz und ihren Protesten im Rahmen von Schulstreiks, die zeitgleich zur Zentralen Arbeitstagung des Verbandes in Berlin stattfanden.

Um die Herausforderungen des Aufwachsens zu meistern, brauchen Jugendliche nach Meinung der Delegierten der 56 Mitgliedsorganisationen der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung die Zuversicht, dass Zukunft bewältigt werden kann. Doch wir – die Generation der heute Erwachsenen – haben es versäumt, frühzeitig wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen und Raubbau betrieben an den Ressourcen der kommenden Generationen.

Jugendliche sind die Leidtragenden der Versäumnisse früherer Generationen

Die Jugendlichen, die jetzt auf die Straße gehen, prangern zu Recht an, dass sie die Leidtragenden unserer Versäumnisse sind. Denn der Klimawandel ist eine reale Bedrohung für ihre Zukunft. Deshalb gilt es jetzt zu handeln! Zur Herstellung von Teilhabegerechtigkeit gehört auch, dass wir uns gemeinsam mit Jugendlichen mit drängenden Zukunftsfragen auseinandersetzen, so die Vertreter/-innen der kulturellen Kinder- und Jugendbildung.

Junge Menschen haben ein Recht auf Mitentscheidung

Nach Ansicht der BKJ muss auch kritisch hinterfragt und analysiert werden, wie Politik und Gesellschaft derzeit mit dem berechtigten Protest junger Menschen umgehen. Die Vorsitzende der BKJ, Prof.in Dr.in Susanne Keuchel sagt: „Junge Menschen wollen mitentscheiden, wenn es um die Gestaltung ihrer Lebenswelt und ihrer Zukunft geht – und sie haben ein Recht darauf! Ihre Perspektiven können keinesfalls durch Ansichten Erwachsener ersetzt werden. Wir unterstützen daher ausdrücklich die Forderung junger Menschen nach sofortigen und spürbaren Maßnahmen für den Klimaschutz.“

Die Bundesregierung will im Rahmen ihrer Bundesjugendstrategie, u.a. auf dem Wege einer interministeriellen Arbeitsgruppe, die Voraussetzungen dafür schaffen, bei allen Gestaltungsprozessen die Belange junger Menschen zu berücksichtigen und mitzudenken. Im Umgang mit der „Fridays for Future“-Bewegung muss dies nun eingelöst werden: indem Positionen und Forderungen der Jugendlichen wirkungsvoll in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Über die BKJ

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) ist der Dachverband der kulturellen Kinder- und Jugendbildung in Deutschland. Sie ist ein Zusammenschluss von 56 bundesweit agierenden schulischen und außerschulischen Institutionen, Fachverbänden und Landesdach¬organisationen der Kulturellen Bildung. Die Mitgliedsorganisationen repräsentieren die unterschiedlichen Künste, Kultursparten und kulturpädagogischen Handlungsfelder. Ihr Ziel ist die Weiterentwicklung und Förderung der Kulturellen Bildung: gesellschaftlich sensibel, nachhaltig, möglichst für jeden Menschen zugänglich, von Anfang an und ein Leben lang.
www.bkj.de

Quelle: Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) vom 05.04.2019