Kinder- und Jugendarbeit

BJR manifestiert Vorreiterrolle in der Prävention sexueller Gewalt

Der Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings (BJR) hat beschlossen, seine bisherigen Qualitätstandards in der Ausbildung von Jugendleitern und Jugendleiterinnen den bundeseinheitlichen Vorgaben der Jugendministerkonferenz anzugleichen. Unter anderem wurde eine Ausweitung der Ausbildung in Erster Hilfe - nach kontroverser Diskussion - beschlossen. Dabei hält der BJR an der Prävention sexueller Gewalt als verbindlichem Bestandteil der Jugendleiterausbildung fest. In Bayern ist dies bereits seit 2006 vorgeschrieben. Damit geht die Jugendarbeit in Bayern sogar über die Standards der Jugendministerkonferenz hinaus.

Grundlage des Beschlusses ist eine entsprechende eine kultusministerielle Bekanntmachung vom Mai dieses Jahres. Die Standards sind Voraussetzung für den Erwerb der Jugendleiter/-innen-Card Juleica bei allen Jugendverbänden und Jugendringen.

Jugendleiter/-innen-Card steht für Qualität in der Ausbildung

Mit der Einführung der Jugendleiter/-innen-Card „Juleica“ ist es bereits vor Jahren gelungen, sich verbände- und trägerübergreifend auf Inhalte zu einigen, die in jeder Ausbildung von Gruppenleiter/-innen vorkommen müssen. Christof Bär, zweiter Präsident des Bayerischen Jugendrings: „Jugendleiter/-innen übernehmen höchst verantwortungsvolle Aufgaben. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sie gut ausgebildet sind. Mit der Juleica haben wir eine breit anerkannte und vergleichbare Basis für diese Ausbildungen. Damit haben auch Eltern, deren Kinder an Angeboten der Jugendarbeit teilnehmen, die Sicherheit, dass alle Jugendleiter und Jugendleiterinnen die entsprechenden Themen in ihrer Ausbildung behandelt haben.“ Dazu gehören unter anderem Erste Hilfe, Rechts- und Versicherungsfragen, Methodenkompetenz sowie Handlungsmöglichkeiten im Fall eines Verdachts auf sexuelle Übergriffe.

Herausgeber: Bayerischer Jugendring

 

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