Umfrage

Bestandsaufnahme zu Durchführung und Kosten digitaler und hybrider Seminare

Hände halten einen kleinen Globus um den Menschen mit Kommunikationslinien animiert sind
Bild: rawpixel.com   Lizenz: CC0 / Public Domain eigene Arbeiten

Das zweite Jahr der Pandemie liegt vor uns. Es droht, für die europäische und internationale Jugendarbeit ein weiteres schwieriges Jahr zu werden. Denn es wird immer unwahrscheinlicher, dass im kommenden Sommer in großem Stil internationale Mobilitätsmaßnahmen durchgeführt werden können. Organisationen, die im Programm Erasmus+ aktiv sind, setzen sich nun gegenüber der Europäischen Kommission für die volle Förderung digitaler Ersatzformate ein und bitten um Unterstützung durch die Teilnahme an einer Umfrage.

Die Beantwortung der kurzen Umfrage ist bis zum 01.März 2021 möglich unter: https://www.surveymonkey.de/r/DJ8S66Z

Viele von uns wollen, dass 2021 ein Sommer voller Austausch in Europa wird. Reisebeschränkungen und das spät startende neue Erasmus+ Programm sind dabei hohe Hürden. Viele von uns denken deshalb verstärkt über alternative oder ergänzende digitale Formate nach und haben mittlerweile spannende Methoden und Konzepte entwickelt. Wie aber die ersten Erfahrungen mit digitalen und hybriden Formaten zeigen, sind diese oft teurer als erwartet, u.a. weil sie personalintensiver sind als reale Begegnungen.

Ausgebremst wird diese Entwicklung hin zu qualitativ hochwertigen und inklusiven Ersatzformaten durch die Entscheidung der Europäischen Kommission, digitale und hybride Formate, die als Ersatz für bewilligte reale Maßnahmen durchgeführt werden, nur mit 35% der ursprünglichen Pauschalen zu fördern.

Volle Förderung digitaler Ersatzmaßnahmen gefordert

Für einen vielfältigen europäischen Austauschsommer 2021 und gleichzeitig eine Stärkung der Non-Profit-Organisationen, die wesentlich zum Erfolg des Programms Erasmus+ beitragen, jedoch immer öfter mit den finanziellen Folgen von Corona kämpfen, fordern wir die volle Förderung digitaler Ersatzmaßnahmen für Aktivitäten in den Erasmus+ Jugend in Aktion KeyActions 1, 2 und 3 im Jahr 2021. Um ein starkes Argument zu entwickeln, haben wir die folgende Umfrage aufgesetzt (aus Kapazitätsgründen nur für Deutschland; wenn sich in anderen EU-Ländern ähnliche Initiativen bilden, wäre das großartig).

Wir hoffen, auf diesem Weg  einen Überblick zu bekommen, ob wir mit unseren Annahmen richtig liegen. Aufbauend auf die Umfrageergebnisse wollen wir auf die Kommission und Mitglieder des europäischen Parlaments zugehen und dafür werben, die vollen Förderpauschalen für digitale Ersatzangebote auszuzahlen und den Nationalen Agenturen wieder die Flexibilität mit den Mitteln zu ermöglichen, die diese in der Frühphase der Pandemie hatten.

Wer ist in diesem Fall “wir”? “Wir” sind alle im Programm Erasmus+ aktive Organisationen, die dieses Anliegen teilen.

Initiatoren

Initiiert wurde die Umfrage von Kolleg(inn)en des AdB Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V., des Internationalen Bildungs-Begegnungswerks Dortmund e.V., des Kompetenzzentrums Internationale Jugendarbeit und non-formale Bildung der KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V., der Kreisau-Initiative e.V. sowie des NaturKultur e.V. Die Kolleg(inn)en dieser Organisationen kümmern sich auch um die Aufbereitung der Daten und die Kommunikation an die Europäische Kommission. Allerdings wäre es toll, wenn alle, die das Anliegen teilen, die Umfrage verbreiten, ihre MdEPs oder ihre eigenen Kontakte in Brüssel oder auf anderen europäischen Bühnen auf die Problematik aufmerksam machen.

Christian Schmidt-Rost und Babette Pohle (KV, Leipzig)
Darko Mitevski (naturkultur Bremen)
Elżbieta Kosek (Kreisau-Initiative, Berlin)
Georg Pirker (AdB, Berlin)
Katharina Teiting (IBB, Dortmund)

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