Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Bayern: Wählen ab 14 bleibt klare Forderung der Jugendarbeit

Sechs Hände von Jugendlichen sind nach oben gestreckt, wie bei einer Abstimmung.
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Der Bayerische Jugendring (BJR) hat die Ablehnung der Gesetzesentwürfe zur Wahlalter-Absenkung auf 16 Jahre im Bayerischen Landtag kritisiert. Der BJR unterstreicht seine Forderung eines Wahlalters ab 14 Jahren und verweist auf die breite Teilnahme von Jugendlichen an der U18-Wahl zur Europawahl. Sie beweise, dass Jugendliche wählen würden, wenn sie dürften.

Der Bayerische Landtag hat am 17. Juli 2019 die Gesetzesentwürfe der Landtagsfraktionen Bündnis90/Die Grünen, SPD und der FDP für eine Wahlalter-Absenkung auf 16 Jahre mit den Stimmen von CSU, Freie Wähler und AfD abgelehnt. „Ich bin über das schnelle Prozedere mehr als verwundert, jetzt wäre der beste Zeitpunkt, junge Menschen einzubeziehen und ihren politischen Willen ernst zu nehmen. Die Wahlalter-Absenkung bleibt für den BJR die oberste Priorität“, konstatiert Matthias Fack, BJR-Präsident.

Stellvertretend für das politische Wollen junger Menschen stehen die U18-Europawahlen, die auch eng mit dem Thema der Wahlalter-Absenkung verbunden sind: in 1.159 Wahllokalen in ganz Deutschland – in Bayern 280 Wahllokale – haben am 17. Mai 2019 über 120.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ihre Stimmen für Europa abgegeben. Sie beweisen, dass Kinder und Jugendliche durchaus wählen würden, wenn sie dürften.

Der BJR fordert schon seit 2005 eine Absenkung des aktiven Wahlalters für Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen auf das 14. Lebensjahr. Eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre wäre ein erster Schritt gewesen.

Quelle: Bayerischer Jugendring vom 17.07.2019

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