Kinder- und Jugendarbeit / Digitalisierung und Medien

Bayerischer Jugendring fordert mehr Teilhabe an Medien für junge Menschen

Auf der Straße steht das Wort "GO".
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Die Jugendarbeit fördert die Medienkompetenz junger Menschen durch aktive Medienarbeit und medienpädagogische Praxis. Sie fordert dafür den Ausbau ehrenamtlicher und hauptberuflicher Fachkräfte und mehr Teilhabe für die junge Generation.

Die Spannungsfelder und Chancen diskutierte der Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings (BJR) in einer am 20. März 2016 beschlossenen Position. Die Rundfunk- und Medienpolitik ist aufgefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kinder und Jugendliche zu einem kompetenten, reflektierten und selbstbestimmten Handeln in einer digitalisierten Gesellschaft befähigt werden.

Keine Jugendarbeit ohne Medien

Medien sind Mittel im Prozess politischer Sozialisation. Sie bergen Chancen und Probleme, mit denen sich die Delegierten des Hauptausschusses auseinandergesetzt haben. Die Forderungen der Jugendarbeit an Politik und Medienanbieter/-innen:

  • Ein Angebot für junge Menschen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehört zum Grundversorgungsauftrag. Dies ist für einen beitragsfinanzierten Rundfunk und für die Teilhabegerechtigkeit zwischen den Generationen unabdingbar.
  • Private wie öffentlich-rechtliche Medienanbieter müssen ihrem Bildungsauftrag gerecht werden, indem sie Medienproduktionen von Jugendlichen unterstützen und Sendeplätze zur Verfügung stellen.
  • Kommunen müssen Sorge dafür tragen, dass in Einrichtungen der Jugendarbeit und für deren medienpädagogische Angebote ein kostenloser Internet-Zugang bereitgestellt wird.
  • Die Zusammensetzung in den Aufsichtsgremien der Rundfunkanbieter/-innen soll der gesellschaftlichen Realität besser entsprechen. Der BJR fordert deshalb Vertretungen muslimischer Bürger/-innen und der Arbeitsgemeinschaft der Migranten- und Ausländerbeiräte. Angesichts des demografischen Wandels ist es außerdem erforderlich, den Interessen und Bedarfen junger Menschen mehr Gewicht zu verleihen. Im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks und im Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien soll jeweils ein weiterer Platz für den BJR vorgesehen werden.
  • Die Förderung der aktiven Medienarbeit und medienpädagogischer Angebote in der außerschulischen Bildung ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe. Die für Jugendmedienarbeit tätige Fachstelle in Bayern, das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, ist deshalb weiter auszubauen.

Link zum Beschluss (PDF)

Quelle: Bayerischer Jugendring vom 24.03.2016

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