Kinder- und Jugendarbeit / Freiwilliges Engagement

Bayerischer Jugendring: 35-Stunden-Woche für Schüler/-innen – Ehrenamt stärken

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Anlässlich der Reform des bayerischen Gymnasiums fordert der Bayerische Jugendring (BJR), dass ehrenamtliches Engagement von jungen Menschen auch an Schulen möglich sein muss, damit junge Menschen zu einer aktiven Teilnahme an Gesellschaft ermutigt werden. Welche Rahmenbedingungen dies erfordere, hält der BJR in einem Beschluss der 151. Vollversammlung fest.

Ehrenamtliches Engagement von jungen Menschen muss auch an allen Schulen möglich sein. Das fordert der Bayerische Jugendring (BJR) anlässlich der Reform des bayerischen Gymnasiums. Zum Tag des Ehrenamts am 5. Dezember erinnert der BJR in einem Beschluss der 151. Vollversammlung daran, wie wichtig ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für ein funktionierendes Gemeinwesen ist – und dass es dafür Zeit und Raum braucht.

Rahmenbedigungen für außerschulische Jugendarbeit

Die außerschulische Jugendarbeit lebt von jungen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Jugendverbände übernehmen mit ihren vielfältigen Angeboten eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe: Junge Menschen erfahren Selbstwirksamkeit und lernen Kompetenzen, die sie zur aktiven Teilnahme an Gesellschaft und Politik ermutigen. Das erfordert allerdings entsprechende Rahmenbedingungen:

  • Ehrenamtliches Engagement muss zeitlich möglich gemacht werden: Stundenpläne müssen so gestaltet sein, dass Schüler/-innen in der Regel ab 16 Uhr alle schulischen Verpflichtungen, inklusive der Hausaufgaben, erledigt haben.
  • Nonformale Lernerfahrungen, die junge Menschen in der Jugend(verbands)arbeit machen können, sind ein wesentlicher Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung: Jugendverbände und weitere Akteure der Jugendarbeit sollen die Möglichkeit erhalten, sich an Schulen präsentieren und sich dort engagieren zu können.
  • Innerhalb der Schule sind nicht nur zeitliche Freiräume, sondern auch geeignete Räumlichkeiten für ehrenamtliches Engagement zur Verfügung zu stellen. Der BJR fordert explizit, beim Neubau oder der Renovierung von Schulgebäuden Räume für Schüler/-innenmitverwaltungen und Jugendverbände, die sich an der Schule engagieren, zu realisieren, die eigenständig von Schüler(inne)n zugänglich sind.
  • Schule muss eine Anerkennungskultur für ehrenamtliches Engagement – auch außerhalb der Schule – etablieren.

Der Beschluss der 151. Vollversammlung des BJR kann auf der Webseite des Jugendverbands nachgelesen werden.

Quelle: Bayerische Jugendring vom 05.12.2017