Kinder- und Jugendarbeit

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerium fördert Theaterprojekt zur Berufsorientierung

„Nur Mut aktiv: Ja, ich kann!“ ist der Titel eines Theaterprojekts zur Berufsorientierung, das vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg mit rund 80.000 Euro aus Mitteln der Zukunftsoffensive III gefördert wird.

Umgesetzt wird das Projekt vom Freien Theater Tempus Fugit e.V. in Lörrach. Dies teilte Wirtschaftsminister Ernst Pfister heute in Stuttgart mit. Die Jugendlichen können durch Rollenspiele im Rahmen eines Theaterstückes Impulse und Orientierung für die spätere Berufswahl bekommen. „Ziel ist es, die Zahl der Berufsausbildungsabbrecher zu senken, indem sich die Jugendlichen aktiv mit der anstehenden Berufswahl auseinandersetzen, sich auf ihre eigenen Fähigkeiten besinnen und motiviert werden, ihren eigenen Weg zu finden und aktiv zu verfolgen“, so der Minister. 

Das Projekt startet im Juli 2010 und läuft voraussichtlich bis Ende Dezember 2011. Das Theater Tempus Fugit kommt zum Beispiel in Jugendeinrichtungen und spielt Szenen, in die die Jugendlichen - angeleitet und koordiniert durch eine Moderatorin - eingreifen können. Sie können zusammen mit den theaterpädagogisch ausgebildeten Schauspielerinnen und Schauspielern, der Regie und der Moderation Parallel- oder Folgeszenen entwickeln, das Personal der Rollen erweitern, eigene Zukunftsängste, Erfahrungen, Schwerpunkte und Fragestellungen im Hinblick auf die Berufsfindung gestalten. Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden zu Mitregisseuren, können selbst in verschiedene Rollen als Vorgesetzter, Eltern, Lehrer, Chef oder Personalvertretung schlüpfen und sich in Ausdruck, Auftreten, Präsentation und persönlichem Auftreten erfahren und üben. Erfahrungen mit Praktika, einer abgebrochenen Lehre oder auch Reaktionen auf bestimmte Berufswünsche können thematisiert werden.

Das Projekt findet zunächst in Zusammenarbeit mit den Jugendagenturen Schönau, Todtnau, Schopfheim, Steinen sowie dem Kreisjugendreferat und der Vermittlung Jugend Berufshilfe gGmbH Lörrach statt. „Damit können sich Jugendliche unterschiedlicher schulischer und sozialer Herkunft begegnen und sich mit Berufsplanungen, beruflichen Zielvorstellungen, Erwartungshaltungen und Ideen auseinandersetzen“, so Ernst Pfister.

Auf der Grundlage der Ergebnisse und Befragungen der Aufführungen soll eine allgemein zugängliche Arbeitsmappe erstellt werden, mit deren Hilfe Jugendliche unter Anleitung eines Leiters, der nicht theaterpädagogisch geschult sein muss, selbst solche Stücke und Rollenspiele erproben können. Sie soll zum Download bereitstehen, so dass das Programm individuell auf die Erfahrungen der Beteiligten vor Ort angewendet werden kann. 

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

ik