Kinder- und Jugendarbeit / Qualifizierung

Außerschulische Bildungsarbeit: Fortbildungen für mehr Gedenkstättenfahrten

Eine Gruppe von Personen läuft über Gleise innerhalb der Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau
Bild: Luca Episcopo - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Fünf Fortbildungen für mehr Gedenkstättenfahrten an Lernorten der NS-Geschichte werden von der IBB gGmbH Dortmund in Kooperation mit erfahrenen Partnern der außerschulischen Bildungsarbeit im Herbst 2019 angeboten. Ab sofort können sich Lehrkräfte und Akteure der Erinnerungsarbeit hierfür anmelden.

Ein Besuch an einem Lernort der NS-Geschichte vermittelt über das reine Faktenwissen hinaus vor allem einen emotionalen Zugang zur jüngeren deutschen Geschichte. Er ermöglicht damit ein Lernen aus der Geschichte. Doch welche Materialien und Themen bieten die NS-Gedenkstätten in Lettland, Polen, Tschechien und in den Niederlanden an? Welche Themen können Jugendliche und junge Erwachsene bearbeiten?

Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund bietet in diesem Jahr fünf Fortbildungen für Lehrkräfte sowie Teamerinnen und Teamer der außerschulischen Jugendarbeit an.

Gedenkstättenfahrten nach Lettland, Polen, Tschechien und die Niederlande

Lettland, Polen, Tschechien und die Niederlande sind Zielorte der Fortbildungen: In den Gedenkstätten der NS-Geschichte erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils eine Einführung zum historischen Hintergrund und aktuellen Forschungsergebnissen. Eine wichtige Rolle spielen aber auch Themen und Materialien, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen bearbeitet werden können.

Lernen aus Geschichte

„Wir möchten Schulen und Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit ermutigen, mehr Gedenkstättenfahrten zu organisieren“, sagt Peter Junge-Wentrup, Beauftragter für Gedenkstättenfahrten der IBB gGmbH. „Ein Besuch am historischen Ort vermittelt über das reine Faktenwissen hinaus vor allem ein Gefühl für das Ausmaß der Verbrechen und ermöglicht dadurch ein Lernen aus Geschichte für eine gemeinsame Zukunft in Europa.“

Fortbildungen für Fachkräfte der außerschulischen Jugendarbeit

Folgende Fortbildungen sind in diesem Jahr geplant:

  • 13. bis 19. Oktober 2019 – Lernort Westerbork – „Auf den Spuren jüdischen Lebens in den Niederlanden“.
  • 13. bis 19. Oktober 2019 – Lernort Lublin/Majdanek – „Orte und Zeugnisse nationalsozialistischer Verbrechen im Raum Lublin“.
  • 20. bis 27. Oktober 2019 – Lernort Bikernieki – „Riga – Tatort und Gedenkort der Shoah; Deutsche, lettische und europäische Dimensionen des Vernichtungsgeschehens und der Erinnerungskultur“.
  • 2. bis 9. November 2019 – Lernort Auschwitz/Birkenau – „Studienfahrt zu Gedenkstättenfahrten mit Jugendlichen in Auschwitz für Historiker/-innen, Lehrer/-innen und Jugendreferent(inn)en der Jugendarbeit“
  • 17. bis 23. November 2019 – Lernort Theresienstadt – „Verfolgung – Täuschung – Vernichtung. Das Ghetto und Konzentrationslager Theresienstadt und die NS-Verbrechen im Protektorat Böhmen und Mähren“.

Kooperationspartner sind das Bildungswerk der Humanistischen Union, der Erinnerungsort Alter Schlachthof, das Geschichtskontor Münster und der IBB e.V. Die Teilnahme kostet 200 Euro bei eigener Anreise.

Die Zahl der Plätze ist auf jeweils 20 begrenzt. Die Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben.
Nähere Informationen und Anmeldungen unter www.ibb-d.de.

Quelle: Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbHvom 11.06.2019

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