Kinder- und Jugendarbeit

Auslandsbildungsmesse „avanti!“ fördert die Mobilitätsbereitschaft junger Menschen

„Die Welt steht euch offen – greift zu!“, so lautet das Motto der Internationalen Messe „avanti!“ 2012, die am Donnerstag, den 8. November 2012 im Justus-Liebig-Haus in Darmstadt stattfinden wird. Europaminister und Regierungspräsident kündigten an, die Messe am 8. November gemeinsam zu eröffnen.

Als diesjähriger Schirmherr stellte heute, am 01. November, der hessische Minister der Justiz, für Integration und Europa und stellvertretende Ministerpräsident, Jörg-Uwe Hahn, zusammen mit dem Regierungspräsidenten Johannes Baron das Programm der Ausbildungsmesse im Regierungspräsidium Darmstadt vor.

„Junge Menschen können sich hier über allerlei Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes informieren. Die Aussteller geben Antworten auf viele Fragen – Wie kann ich einen Au-Pair- oder Schulaufenthalt im Ausland organisieren, wo und mit welcher Förderung kann ich im Ausland studieren? Wie sieht es mit Praktika aus, welche Freiwilligendienste gibt es? Die „avanti!“ 2012 bietet vielfältige Informationen“, so der stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn. 35 Aussteller, 25 Vorträge und ein buntes Rahmenprogramm warten auf zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Hessen. Neu im Angebot ist in diesem Jahr ein Bewerbungstraining in englischer Sprache unter dem Motto „Get that job“.

"avanti!" ist mittlerweile Tradition

Das Europäische Informationszentrum im Regierungspräsidium Darmstadt richtet die Messe „avanti!“ seit nunmehr zwölf Jahren immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort aus. „Sie ist mittlerweile Tradition“, äußerte sich Regierungspräsident Baron zufrieden, „und sendet ein starkes Signal in die Region, dass für Hessen die Förderung der Jugend ein zentrales Anliegen ist, das mit den Zielen der Europäischen Union übereinstimmt.“

„Die Schirmherrschaft für die „avanti!“ habe ich gerne und aus tiefer Überzeugung übernommen“, sagte Europaminister Hahn. „Sie fördert mit den vielfältigen Anregungen für Auslandsaufenthalte die Mobilität junger Menschen und damit ihre Beschäftigungschancen.“

Selbstvertrauen, Flexibilität und Offenheit

Die Europäische Union spornt mit vielen Programmen und Initiativen junge Menschen an, im Ausland zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Der europäische Binnenmarkt bietet vielfältige Beschäftigungsperspektiven. Ein Auslandsaufenthalt vermittelt die hierzu notwendigen fachlichen Kompetenzen, stellt aber auch persönliche Eigenschaften wie Selbstvertrauen, Flexibilität und Offenheit anderen Kulturen gegenüber unter Beweis.

„Für zukünftige Arbeitgeber ist das ein Pluspunkt im Lebenslauf“, weiß Mathias Großklaus, Mitglied im 2005 gegründeten europäischen Netzwerk „Young European Professionals (YEP)“. Das YEP-Netzwerk ist ein Zusammenschluss junger Menschen, die Gleichaltrigen Europa, die EU und deren Politik näherbringen wollen. Es handelt sich um ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung, das 2005 in Zusammenarbeit mit der regionalen Vertretung der EU-Kommission in Bonn ins Leben gerufen wurde.

Rund 80 aktive YEPs engagieren sich

Mathias Großklaus ist ein YEP der ersten Stunde. Der 25-jährige Berliner – frisch gebackener Politologe - hat unter anderem 18 Monate über das Erasmus-Programm der EU in Istanbul studiert und dort auch gearbeitet. Seine Begeisterung für die Freiheiten, Möglichkeiten und Unterstützung, die Europa bereithält, will er mit Gleichaltrigen teilen. Aus diesem Grund ist er ein „YEP“ geworden. Eine YEP und engagierte Europäerin ist auch Kassandra Kate Ramey, seit diesem Jahr Jurastudentin in Bonn. Auch sie geht, wie Mathias Großklaus und die anderen rund 80 aktiven YEPs, unter anderem in Schulen, hält Vorträge oder veranstaltet Workshops, um sich mit ihren Altersgenossen auf Augenhöhe mit dem Projekt Europa auseinanderzusetzen und diese zu persönlichem Engagement zu ermutigen und zu motivieren, ins Ausland zu gehen.

„Mobilität steht für uns im Zentrum der Idee von Europa“ erklären die YEPs. „Die Möglichkeiten, in Europa zu reisen, zu lernen, zu arbeiten und hierbei von der EU unterstützt zu werden – auch finanziell – wollen wir aufzeigen.“

Europaminister Jörg-Uwe Hahn dankte den YEPs für ihr Engagement und ihren Einsatz für Europa, aber auch für Hessen, denn die Wirtschaftsstärke Hessens – so der Minister – ist auch das Ergebnis eines funktionierenden europäischen Binnenmarkts. „Wir freuen uns über jeden jungen Menschen, der den Mut aufbringt, den Schritt ins Unbekannte zu wagen und über jeden, der zu uns kommt, um hier zu studieren oder zu arbeiten. „Die Messe „avanti!“ hält für jeden die notwendigen Anregungen und Informationen bereit“, freute sich Europaminister Jörg-Uwe Hahn.

Regierungspräsident Baron dankte auch den anwesenden Vertretern der Kooperationspartner. Die TU und die Hochschule Darmstadt, die Handwerkskammer Rhein-Main-Frankfurt, die IHK Rhein Main Neckar und die Bundesagentur für Arbeit haben die „avanti!“ von Beginn an nicht nur finanziell unterstützt, sondern tragen auch inhaltlich zur Weiterentwicklung der Messe bei. „Mit den Kooperationspartnern steht die Messe auf einem breiten Fundament wichtiger Träger schulischer und beruflicher Bildung und Auslandsvermittlung in der Region“ so Baron.

Quelle: Hessisches Ministerium der Justiz, für Integration und Europa vom 01.11.2012

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