Kinder- und Jugendarbeit / Freiwilliges Engagement

„Alle Kids sind VIPs“: Gewinner des Jugendintegrationswettbewerbs stehen fest

Kinder, die im Kreis stehen, halten in ihren Händen Weltkugeln aus Knete
Bild: rawpixel.com

Das Engagement von Jugendlichen für ein faires Miteinander und Integration ist vielfältig und groß: Bei der sechsten Runde von „Alle Kids sind VIPs“, dem Jugendintegrationswettbewerb der Bertelsmann Stiftung, reichten Jugendliche aus ganz Deutschland 217 Projekte ein. Nun stehen die sechs Preisträger fest, die den Besuch eines Botschafters, ein professionelles Coaching für ihre Arbeit und eine Reise zur Preisverleihung nach Berlin gewonnen haben.

Im Zentrum der meisten Projekte steht das Engagement von Jugendlichen für Geflüchtete. Egal, ob in Schulen, Jugendzentren und Vereinen – Kinder und Jugendliche setzen sich auf viele kreative Arten für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine Willkommenskultur ein. Die sechs Preisträger wurden nun von einer Jury aus Jugendlichen („Kids-Jury“) und durch ein Online-Voting bestimmt: Die Initiatoren und Macher von Projekten aus Sinsheim, Ense, Adelberg, Wismar, Barby (Saale) und Würzburg werden am 7. März 2018 im Rahmen einer großen Preisverleihung in Berlin ausgezeichnet. Dann erfahren die Jugendlichen auch, welche prominenten „Alle Kids sind VIPs“-Botschafter ihre Projekte besuchen werden.

Fünf der insgesamt sechs Preisträger bestimmte eine „Kids-Jury“, die sich aus Jugendlichen der Gewinnerprojekte der vergangenen Wettbewerbsrunde zusammensetzte. Der sechste Preisträger gewann mit 1.827 Stimmen die bis zur letzten Minute spannende Online-Abstimmung für den Publikumsliebling. Das ausgezeichnete Engagement reicht von Bewerbungstrainings mit Geflüchteten über Musicals und Songs für mehr Toleranz bis hin zu interkulturellen Treffs und gemeinsamen kreativen sowie sportlichen Aktivitäten.

Preisträger der aktuellen Wettbewerbsrunde von „Alle Kids sind VIPs“

  • „Integration durch Teamwork - Einführung in die Arbeitswelt“, Sinsheim, Baden-Württemberg: Bewerbungsmappen erstellen, Bewerbungsgespräche führen, Berufspraktika absolvieren: Schüler der Max-Weber-Schule erarbeiteten mit und für die Flüchtlingsklasse der Schule den Weg in die Arbeitswelt.
  • „Interkultureller Treff ‚Welcome to Kartoffelländ‘“, Ense, Nordrhein-Westfalen: Regelmäßige Begegnung von Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Herkunft schafft das Projekt der aufsuchenden Jugendarbeit der Gemeinde Ense. Ein offenes Café und Freizeitangebote sorgen für Austausch und abwechselnde Mottos wie Mittelalterfest, Zuckerfest, Kartoffelfest und Weihnachtsmarkt für Abwechslung.
  • „Peace for Syria“, Adelberg, Baden-Württemberg: Jugendliche um die Band „Actio Grenzgänger“ haben einen Friedenszug sowie eine öffentliche Kundgebung organisiert und gemeinsam mit dem in Deutschland lebenden syrischen Rapper McManar einen Song samt Video produziert, um das Leid aufzuzeigen, dem viele Menschen entfliehen. Ihre Motivation: Integration leben, statt nur darüber zu reden.
  • „Hairspray-Jetzt erst Recht!“, Wismar, Mecklenburg-Vorpommern: Das Musicalprojekt haben rund 100 Jugendliche um den 15-jährigen Initiator Anh Khoa Tran auf die Bühne gebracht. Die Nachwuchskünstler holten auch junge Flüchtlinge ins Team und inszenierten gemeinsam ein Musical für Toleranz und ein friedliches Miteinander.
  • „‘Wir sitzen alle in einem Boot‘ – Integrationsboote“, Barby (Saale), Sachsen-Anhalt: Das Projekt der AWO-Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Teen Club“ ermöglichte geflüchteten und sozial benachteiligten Jugendlichen in den etablierten und sonst strukturhomogenen Kanu- und Bootsvereinen anzukommen und sorgte für die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls bei den neu Zugewanderten und Einheimischen. Gemeinsam gestalteten sie Mannschaftsschlauchboote und organisierten Bootsrallyes sowie einen großen Aktionstag mit 300 Gästen, um auf die Vielfalt der Stadt aufmerksam zu machen.
  • Publikumsliebling: „Das, was wirklich zählt“, Würzburg, Bayern: Mit einem Rap-Song haben die Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums gedanklich, sprachlich und musikalisch auf Gemeinsamkeiten und verbindende Aspekte zwischen den Kulturen sowie auf die aktuelle Situation der Flüchtlinge aufmerksam gemacht.

Ehrenamtlich wird „Alle Kids sind VIPs“ von Stars unterstützt, die selbst ausländische Wurzeln haben und sich für Integration engagieren. Mit dabei sind: TV-Moderator und Sänger Daniel Aminati, Fußballlegende Gerald Asamoah, Schauspieler Tayfun Baydar, Comedian Bülent Ceylan, die Band Culcha Candela, die Urban Dance Crew FanatiX, Sängerin Maite Kelly, Model und Moderatorin Rebecca Mir und die Moderatorin Shary Reeves.

Schirmherrin von „Alle Kids sind VIPs“ ist Staatsministerin Aydan Özoğuz, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Quelle: Bertelsmann Stiftung vom 15.12.2017

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