Kinder- und Jugendarbeit / Freiwilliges Engagement

72 Stunden Engagement für ein kleines Paradies in der Eifel

Jonas Borsch, Simon Kläs, Leon Sander und Fabian Sartorius (von li. nach re.) engagieren sich im Rahmen der 72-Stunden-Aktion für die Erstellung eines kleinen Naturparadieses.
Bild: Anneli Starzinger Jonas Borsch, Simon Kläs, Leon Sander und Fabian Sartorius (von li. nach re.) engagieren sich im Rahmen der 72-Stunden-Aktion für die Erstellung eines kleinen Naturparadieses.

Jonas Borsch, Simon Kläs, Leon Sander und Fabian Sartorius haben sich im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) dafür engagiert, ein kleines Naturparadies in Strotzbüsch in der Eifel zu errichten.

Das zu beackernde Areal, wo der Barfußpfad entstehen soll.

Die fest installierten Holzliegen zum Verweilen für müde Wanderer.

Die Siebenbachquelleneinfriedung wird ebenfalls neu gestaltet.

Simon Kläs und Fabian Sartorius - zwei der 72-Stunden-Helden aus Strotzbüsch.

Man könnte meinen, dass sich hier in Strotzbüsch in der Vulkaneifel Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Landschaft gibt es hier, viel Landschaft. Einen Bäcker oder einen Lebensmittelladen sucht man vergebens. Lediglich ein Rasenmähergeschäft bietet seine Produkte an.

Und trotzdem ist an diesem Juni-Wochenende vom 13. bis zum 16. der Bär los in Strotzbüsch. Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) (das Fachkräfteportal berichtete) haben sich Jugendliche und ihre erwachsenen Helfer zusammen getan, um den steilen Weg zum Siebenbachtal für Wanderer begehbar zu machen. Stufen müssen angelegt und ein Geländer erstellt werden, denn der Weg ist wirklich halsbrecherisch. Und damit nicht genug: die Rasenebene um die Siebenbachquelle wird neu gestaltet. Ein Barfußweg soll sinnliche Naturerfahrung möglich machen und zwei fest installierte große Holzliegen laden zum Verweilen mit Blick auf den Bach ein.

Jonas Borsch, Simon Kläs, Leon Sander und Fabian Sartorius, alle zwischen 14 und 16, sind mit großem Eifer dabei. Oben am Beginn des Weges haben sie neben der Wanderhütte ihre Zelte aufgestellt. Abends sitzen sie nach getaner Arbeit um das Lagerfeuer und erzählen. Es sei die Idee des Pfarrgemeinderates gewesen, sich für die Aktion zu bewerben. Sie machten so etwas aber nicht zum ersten Mal. Und ja, Spaß hätten sie jede Menge und 72 Stunden würden sie gar nicht brauchen, um die Aktion zu Ende zu bringen. Eine Toilette hat man ihnen aufgestellt und morgens bringen die Eltern frische Brötchen. Schließlich sollen sie nicht darben bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Ob es nicht manchmal langweilig sei in Strotzbüsch? Nein, meinen sie einheitlich. Es gebe ja, wie man sehe, jede Menge zu tun.

Unten an der Quelle ruhen die Arbeiten einstweilen über Nacht. Aber am nächsten Morgen geht es früh weiter. Schließlich soll ein kleines Paradies entstehen für die Strotzbüscher und natürlich für Gäste. Und wenn sich Fuchs und Hase demnächst gute Nacht sagen, dann machen sie das bestimmt hier.

Quelle: Anneli Starzinger

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