Kinder- und Jugendarbeit / Ganztagsbildung

500. bayerische „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Hände unterschiedlicher Hautfarbe übereinander gestapelt
Bild: © Igor Mojzes - Fotolia.com

Das Gymnasium Buchloe ist die 500. bayerische Schule im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Rund 84 Prozent aller Schüler/-innen und Beschäftigten der Schule unterzeichneten eine freiwillige Selbstverpflichtung. Außerdem startete die Schule das neue Projekt „Miteinander Grenzen überwinden“.

Sie wehren sich zukünftig gegen jede Form von Ungleichbehandlung und Herabsetzung, sagten die Schülersprecher/-innen Lejs Mesic, Annalena Erdinger und Judy Grömmer vor der Schulgemeinschaft. Gleichzeitig ist der am 21.07.2017 verliehene Titel „keine Auszeichnung für die bereits geleistete Arbeit, es ist eher eine Auszeichnung für die Gegenwart und die Zukunft“, betonte der 15-jährige Schülersprecher. Er hob hervor, dass Schule für ihn ein Abbild der Gesellschaft sei und sich daher jede Demokratin und jeder Demokrat für das Anliegen des Netzwerks einsetzen müsse, um miteinander Grenzen zu überwinden.

Einstehen für demokratische Grundwerte

Matthias Fack, Präsident des Bayerischen Jugendrings und Pate der Courage-Schule, ermutigte die Schüler/-innen dazu, Vielfalt zu leben. „Wir brauchen mehr denn je eine weltoffene, tolerante, friedliche und demokratische Gesellschaft, in der jedem und jeder unabhängig von religiöser Weltanschauung oder geschlechtlicher und sexueller Orientierung eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht wird“, sagte er. Aus der Arbeit gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und für die Unterstützung Geflüchteter berichtete er, wie wichtig das Einstehen für diese Grundwerte ist.

Miteinander Grenzen überwinden

Die Schüler/-innen zeigten den rund 550 Gästen in einem Stück, wie Diskriminierung aufgebrochen werden kann. Schulleiterin Dr. Angela Bogner betonte, dass sie mit dem Projekt den Abbau von Fremdenfeindlichkeit und ein Einschreiten gegen Ausgrenzung, aber auch Courage zeigen und mit Mut Andere unterstützen, helfen und als Schulgemeinschaft über sich hinaus wachsen verbinde. Symbolisch reichten sich dazu alle die Hände ganz dem Motto des neuen Schulprojekts „Miteinander Grenzen überwinden“.

Über das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Über 2.400 Courage-Schulen bilden das deutschlandweit größte Netzwerk, in dem sich mit über 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler organisieren und Kooperationspartner wie Förderer die Arbeit an Schulen unterstützen. „Mit vielfältigen Aktivitäten – von Workshops über Seminare bis hin zu Projekttagen – übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für das Klima an einer Schule und seinem Umfeld“, erläuterten Landeskoordinator Patrick Wolf und Regionalkoordinator Michael Sell. Links

Das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bietet Kindern, Jugendlichen und Pädagog(inne)n die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Es ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören über 2.400 Schulen an, die von rund einer Million Schüler/-innen besucht werden. In Bayern hat der Bayerische Jugendring die Trägerschaft für das Projekt übernommen. Er ist die Arbeitsgemeinschaft der 33 landesweiten, 38 regionalen Jugendverbände und 336 örtlichen Jugendorganisationen in Bayern. Strukturell ist er in sieben Bezirksjugendringe sowie 96 Stadt- und Kreisjugendringe gegliedert. Seine Mitgliedsorganisationen erreichen mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern.

Quelle: Bayrischer Jugendring vom 24.07.2017

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