Kinder- und Jugendarbeit / Europa

25 Jahre Deutsch-Polnisches Jugendwerk: "Durch Begegnungen Vorurteile abbauen"

Flagge Polens vor blauem Himmel
Bild: kaboompics - pixabay.com

Seit 25 Jahren ermöglicht das DPJW persönliche Begegnung zwischen deutschen und polnischen Jugendlichen, die Voraussetzung für ein Europa in Frieden und ohne Grenzen. Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten besucht Staatsekretär Dr. Ralf Kleindiek derzeit Warschau.

 Das Deutsch-Polnische Jugendwerk feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Der 1991 geschlossene Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit eröffnete die Möglichkeit einer politischen Allianz zwischen dem freien, demokratischen Polen und dem wiedervereinigten, demokratischen Deutschland. Die gleichzeitige Gründung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks sollte jungen Menschen aus Polen die Möglichkeit geben, insbesondere den Nachbarn Deutschland kennen zu lernen und umgekehrt, sollten junge Deutsche die Umbrüche im Nachbarland im Austausch mit Gleichaltrigen jenseits der Oder und Neiße miterleben können.

Qualitätsmarke in den deutsch-polnischen Beziehungen

"Das Deutsch-Polnische Jugendwerk ist eine Qualitätsmarke in den deutsch-polnischen Beziehungen", lobte Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek die Arbeit des Jugendwerks bei seinem Besuch in Warschau. Mehr als 120.000 junge Menschen aus Deutschland und Polen nehmen jedes Jahr an Programmen teil, die durch das Jugendwerk gefördert werden. In den letzten 25 Jahren haben sich fast 3 Millionen junge Menschen aus Deutschland und Polen durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk kennen gelernt.

Europa in Frieden und ohne Grenzen 

"Die jungen Menschen von heute kennen Europa nur ohne Grenzen, und wir sollten dafür sorgen, dass das so bleibt." sagte Staatssekretär Dr. Kleindiek. "Ein Europa in Frieden, ein Europa ohne Grenzen, ein einiges Europa ist eine historische Errungenschaft, die wir nur erhalten, wenn wir uns dauerhaft dafür engagieren. Das brauchte und braucht viel Geduld, viel Bereitschaft zur Versöhnung und dazu, die Perspektive des jeweils anderen Landes zu übernehmen. Das wiederum funktioniert am besten, wenn Menschen einander persönlich begegnen. So, wie es das Deutsch-Polnische Jugendwerk seit 25 Jahren ermöglicht."

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit derzeit 5 Mio. Euro sowie vom polnischen Bildungsministerium mit umgerechnet 4,3 Mio. Euro finanziert.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.dpjw.org.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 15.06.2016

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