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Reisende Werkschule Scholen

Kurzname: RWS

Art der Institution: Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe

Strukturebene: Niedersachsen

Handlungsfeld:

  • Hilfen zur Erziehung

Kurzbeschreibung und Arbeitsschwerpunkte:

Die Reisende Werkschule Scholen e.V. ist eine 1979 von Lehrern und Sozialpädagogen gegründete private gemeinnützige Einrichtung mit dem Hauptsitz im niedersächsischen Scholen und zwei Außenstellen in Erichshof und Bremen. Die Werkschule in Scholen ist ein stationäres Projekt für Schulverweigerer und Schulverweigerinnen und zugleich eine Ergänzungsschule. Die Maßnahme wird im Kurssystem durchgeführt und dauert 24 Monate oder 105 Wochen.

 

Verschiedene Ansätze wie Handlungsorientierung, Erlebnispädagogik, Lebensweltorientierung und Gemeinwesenarbeit werden miteinander verbunden. Das praktische Tun steht immer im Mittelpunkt. Schwerpunkt ist die Vorbereitung des jungen Menschen auf die Erwerbstätigkeit. Das Ziel ist das Herausbilden von Eigenverantwortlichkeit, Selbstvertrauen, Wendigkeit, Leistungsbereitschaft und die Entwicklung von moralischen Wertvorstellungen.

 

In Scholen betreuen wir für jeweils zwei Jahre 12 Jugendliche mit schwierigem familiären und schulischem Hintergrund. Jungen und Mädchen von 14 –18 Jahren bei denen eine ambulante sozialräumliche Betreuung nicht ausreichen würde. Unser pädagogisches Team in Scholen welches die jungen Menschen betreut, besteht aus 14 Fachkräften wie Diplom Sozialpädagogen, Hauptschullehrern und Sekundarstufenlehrern und einem Psychoanalytiker. Davon fast alle mit einer anderen beruflichen Erstausbildung wie Erzieher, Industriekaufmann, Tischler und Ausbilder.

Weiter arbeiten im Team: 1 Bürokraft, 1 Hauswirtschafterin, 1 Haustechniker.

Die meisten der von uns betreuten jungen Menschen haben vorher mehrere Jahre die Schule geschwänzt. Die meisten Jugendlichen die bei uns leben kommen aus Bremen, Niedersachsen und den angrenzenden Bundesländern. Die Jugendlichen sollen in der Werkschule wieder an Regeln gewöhnt werden und für die Anforderungen die das normale Leben stellen trainiert werden.

 

Unser Name ist unser Programm: Reisen, Werken und Schule.

 

Werken:

In sehr kleinen Gruppen von jeweils drei jungen Menschen werden den jungen Menschen elementare Kenntnisse des beruflichen Lebens vermittelt die eine spätere Berufswahl erleichtern sollen. Die Jugendlichen können in folgenden Bereichen arbeiten: Küche, Kunst, Garten, Tierhaltung, Metall, Motor, Theater, Mädchengruppe, Holz, Haustechnik, Sport, Kunst, Textil, Segelboot, Bau und Computer.

 

Reisen:

Die Reisen konfrontieren die jungen Menschem mit Neuem und geben ihnen die Möglichkeit ihre Belastbarkeit für Unbekanntes zu erspüren. Neben einer jeweils einwöchigen Fahrt nach Südfrankreich, Österreich, Kroatien und nach England fahren wir für drei Monate in das südliche Afrika nach Malawi. Dort leben wir in einem malawischen Dorf unter einfachsten Verhältnissen und errichten im Herbst 2007 eine Primarschule für afrikanische Kinder. In Afrika wurden von uns in den bisherigen Kursen gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung zwei Ausbildungstischlereien, eine Schmiede, ein Kindergarten, ein Dorfgemeinschaftshaus, ein Computertrainingscenter und zwei Grundschulen mit Lehrerhäuschen errichtet.

 

Schule:

Die Werkschule ist eine Ergänzungsschule in eigener Trägerschaft. Die fachliche Anleitung und Beratung des schulischen Bereiches erfolgt durch die Volkshochschule des Landkreises Diepholz Der Unterricht findet auf dem Gelände der Werkschule statt. Die Jugendlichen werden in zwei Leistungsgruppen zu jeweils 6 Schülern aufgeteilt. Der Schulunterricht und auch die Prüfungen werden von den pädagogischen Fachkräften des Kurses selbst durchgeführt. Sport und Kunst sind fester Bestandteil des Angebotes. Die Maßnahme schließt nach Kursende mit einem Hauptschulabschluss oder einem Realschulabschluss ab. In unserer 27 jährigen Geschichte haben nur fünf unserer bisher 120 Abschlussschüler ihr Schulziel verfehlt.

 

Nach der zweijährigen Phase in Scholen schließt sich in der Regel eine anschließende zweijährige Betreuung in unserer Erichshofer oder Bremer Zweigstelle an. Dort stehen dann die weitere berufliche Orientierung im Vordergrund. Die sozialpädagogischen Formen sind hier Jugendwohnen mit Tagesstruktur. Betreutes Jugendwohnen und die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung.

 

Schlagworte:
Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, Schulverweigerung, Jugendwerkstatt, Erlebnispädagogik, Übergang Schule – Beruf, Reisen

Adresse/Kontakt:
Hauptstrasse 21
27251 Scholen
Telefon: 04245 717
Telefax: 04245 13 27
E-Mail: werkschule@DontReadMet-online.de

Adresse als Kontakt (.vcf-Datei) speichern

Internetadresse: www.reisende-werkschule.de

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