Hilfen zur Erziehung

Wie kann familienbezogene Suchthilfe gestaltet werden?

Ein Schild mit den Aufschriften Prävention, Sucht, Therapie
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Der Gesamtverband für Suchthilfe e.V. hat jetzt Bericht und Dokumentation zum 10. Berliner Suchtgespräch veröffentlicht. Die Veranstaltung versammelte zum Thema "Elternschaft und Suchterkrankung" Expertinnen und Experten der Sucht-, Jugend- und Erziehungshilfe sowie Politikerinnen und Politiker.

Das 10. Berliner Suchtgespräch des Gesamtverbands für Suchthilfe e.V. (GVS) lud am 27. November 2014 zu einem Austausch über zentrale Fragen der Gestaltung einer familienbezogenen Suchthilfe ein.

Leitfragen waren: Wie ist das professionelle Hilfesystem auf die vielfältigen Unterstützungserfordernisse suchtkranker Menschen mit Erziehungsverantwortung und deren Kinder vorbereitet? Welche Rahmenbedingungen gewährleisten eine qualifizierte Hilfe für suchtkranke Familien? Wie können die benötigten Hilfen bereitgestellt werden?

Sowohl der Bericht (PDF 210 KB) als auch die Dokumentation (PDF 3 MB) sind nun als Download verfügbar.

Zentrale Ergebnisse des 10. Berliner Suchtgesprächs:

  • Präventionsgesetz gefordert: Politik soll Prävention als vierte Säule im Gesundheitswesen verankern
  • Kinderschutz und Elternwohl ist Bundesaufgabe
  • Familienbehandlung als Regelversorgung gefordert
  • Stärkung der Verhältnisprävention gewünscht
  • Gütesiegel für die elternbezogene Suchtarbeit vorgeschlagen
  • Regelfinanzierung statt Projektförderung gefordert
  • Unterstützung für Jugendämter zur Imageverbesserung erbeten
  • Mitverantwortung des medizinischen Sektors (Gynäkologen, Kinderärzte) betont