Hilfen zur Erziehung / Qualifizierung

Werkstatt-Tagung für Erziehungshilfen: Partizipative Hilfekulturen gestalten und fordern

Schüler im Unterricht
Bild: © Christian Schwier - fotolia.com

Die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) richtet gemeinsam mit der FH Dortmund und der Stadt Dortmund die Fachtagung "Partizipative Hilfekulturen gestalten und fordern" vom 13. – 15.09.2017 aus. Die Tagung richtet sich an Praktiker öffentlicher und freier Träger von Erziehungshilfen und angrenzender Arbeitsfeldern sowie an Wissenschaftler, Studierende und die interessierte Öffentlichkeit.

Die Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und ihrer Eltern ist ein entscheidender Faktor für die Wirksamkeit von Erziehungshilfen. Es besteht ein großer fachlicher Konsens, dass Partizipation in den Erziehungshilfen rechtlich normiert, konzeptionell verankert und im Alltag integriert werden muss, um so die Selbstbehauptungspotentiale und die Rechte von jungen Menschen und ihrer Familien zu stärken.

Defizite bei der Umsetzung von Beteiligungskonzepten

Trotz des umfangreichen Ausbaus von Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren der letzten Jahre lassen sich noch immer erhebliche Defizite bei der Verankerung und Umsetzung von Beteiligungskonzepten beobachten. Kommunikative, partizipative und demokratische Prozesse sind nicht durchgängig in gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Organisationskulturen und dem individuellen Handeln von Fachkräften in den Erziehungshilfen zu finden.

Hilfekulturen schaffen, die Beteiligung fördern

Im Vordergrund der Tagung steht daher die Frage, wie Hilfekulturen geschaffen werden können, die Selbstbestimmung und ein zufriedenes Aufwachsen fördern.

  • Wie können Kulturen entstehen, die ein gemeinsames Gestalten der Unterstützungsangebote von allen Beteiligten ermöglichen?
  • Welche Voraussetzungen und Bedingungen sind hierfür erforderlich und einzufordern?

Im Sinne einer Werkstatt-Tagung wird das gemeinsame Bearbeiten dieser Fragestellungen im Zentrum stehen. Gerade die Beteiligung der Betroffenen selbst ist dabei ein besonderes Anliegen.

Junge Menschen, ihre Familien, Vertreter und Vertreterinnen aus Wissenschaft und Praxis werden deshalb gemeinsam mit Ihnen Fragen, Thesen und Positionen erarbeiten. Die Veranstalter freuen sich, für einen plenaren Workshop, für zahlreiche Werkstätten und Exkursionen Kinder, Jugendliche, Mütter und Väter aus den Erziehungshilfen gewonnen zu haben, die gemeinsam mit über Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Hilfekulturen diskutieren. Ein internationaler Blick sowie empirische Zugänge zu verschiedenen Ebenen der Partizipation werden Ideen anregen und ergänzen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Da PARTIZIPATION bei der Tagung großgeschrieben wird, sollte es im digitalen Zeitalter – neben der Beteiligung vor Ort – auch Partizipationsmöglichkeiten im virtuellen Raum geben. Hierzu wurde  ein Blog eingerichtet, auf dem schon vor der Tagung die Diskussion gestartet werden kann.

Weitere Informationen zur Tagung unter www.igfh-jahrestagung.de

Quelle: Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen – IGfH e.V.

Info-Pool