Hilfen zur Erziehung / Qualifizierung

Verlässliche Übergangsstrukturen für Care Leaver – Fachtag in Berlin

Eine junge Frau sitzt mit aufgestützem Kinn im Garten und schaut zum linken Bildrand
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Am 18. März 2019 findet in Berlin ein Fachtag des Projekts „Gut begleitet ins Erwachsenenleben“ statt. Die Lebenssituation junger Menschen, die in der Vollzeitpflege oder Heimerziehung aufgewachsen sind, wird seit einigen Jahren verstärkt öffentlich diskutiert. Der Fachtag widmet sich daher der Frage nach notwendigen kommunalen Infrastrukturen sowie rechtlichen Voraussetzungen, um Care Leaver bestmöglich auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben zu unterstützen.

Obwohl die besonderen Herausforderungen für Care Leaver bei ihrem Übergang in ein eigenverantwortliches Leben öffentlich stärker wahrgenommen werden, haben sich die Rahmenbedingungen beim Verlassen der stationären Hilfen bisher nur punktuell verbessert. Im Rahmen des Fachtages am 18.03.2019 in Berlin werden Kernelemente einer verlässlich stützenden Übergangsstruktur für Care Leaver vorgestellt. Dazu sind Care Leaver und Interessierte aus Fachpraxis und Wissenschaft eingeladen, kommunale Bedingungen und notwendige bundeseinheitliche Regelungen für eine Verbesserung des Übergang aus stationären Erziehungshilfen zu diskutieren.

Ergebnisse des Projekts „Gut begleitet ins Erwachsenenleben“

Neben einem internationalen Impulsvortrag von Alice Frank (UK) und Samantha Pothier (Kanada) werden die Ergebnisse aus dem Projekt „Gut begleitet ins Erwachsenenleben – Übergangsmanagement in und nach stationären Hilfen – Entwicklung & Transfer“ von Britta Sievers, Carolin Ehlke und Severine Thomas vorgestellt. Das Projekt wird von 2016–2019 praxisbegleitend an den Standorten Karlsruhe, Landkreis Harz und Dortmund durchgeführt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Workshopthemen der Fachtagung

Insgesamt 7 Workshops bieten Gelegenheit zum fachlichem Dialog und zur Vertiefung folgender Aspekte:

  • Internationale Perspektiven: Beteiligung, Selbstorganisation und Hilfeplanung im Übergang
  • Modelle einer vernetzten und inklusiven kommunalen Infrastruktur für Care Leaver
  • Verbesserung der Beteiligung und Selbstorganisation von Care Leavern
  • Leaving Care konzeptionell verankern und fachpolitisch diskutieren –
    Was können freie Träger tun?
  • Übergangsbegleitung zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit
  • Besondere Bedingungen des Übergangs in der Pflegekinderhilfe
  • Rechte und Leistungsansprüche von Care Leavern

Auf einen anregenden Austausch freut sich das Projektteam der IGfH und der Universität Hildesheim.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite zum Fachtag: uebergangsstrukturen-careleaver.de

Quelle: Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V.

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