Flutkatastrophe

Solidarität für Frauen und Kinder in Not

Ein kleines Holzmännchen mit aufgemaltem lächelndem Gesicht und einem Herzen auf die Brust gemalt
Bild: Ochir Erdene Oyunmedeg - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Ein Frauenwohnprojekt der LVR-Jugendhilfe Rheinland in Wuppertal war stark vom Hochwasser betroffen. Hilfe kam vom Krisenstab der Stadt und weiteren Wuppertaler Einrichtungen. Nun können 30 Frauen und ihre Kinder wieder ihre Wohnungen beziehen.

Auch wenn die Reparatur- und Aufbauarbeiten weiter anhalten, kehrt der Alltag ein und die pädagogische Arbeit kann wieder aufgenommen werden. Stephanie Seifert, die Leiterin des Frauenwohnprojektes, bedankte sich für die Solidarität und Hilfe, die entgegengebracht wurde:

„Unser Dank gilt allen Helfenden, die uns in dieser besonders schwierigen Situation aktiv und hilfreich unterstützt haben. Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft in Wuppertal“.

Solidarität vor Ort

Bereits kurz nach der Flut, die den Bewohnerinnen und ihren Kindern ihre Wohnungen zerstörte, halfen verschiedene Wuppertaler Einrichtungen. Die aufgrund von Corona zuvor geschlossene Jugendherberge Wuppertal hat innerhalb weniger Stunden eine provisorische Unterkunft für die 30 hilfebedürftigen Personen hergerichtet. Der Frauenchor DaCapo e.V. aus Wuppertal spendete Geldleistungen, als er von dem Schicksal der Familien hörte. Das Städtische Bäderamt Wuppertal spendierte Freikarten für die Schwimmoper. So konnten sich die Frauen mit ihren Kindern ein wenig ablenken und warm duschen. Die schnelle und geordnete Unterbringung hat den Kindern und ihren Müttern sehr geholfen:

„Wir wissen, dass viele Menschen ähnliche Situationen durchlebt haben. Diese Familien trifft es jedoch besonders. Sowohl die Frauen als auch die Kinder haben meist schon traumatische Erlebnisse hinter sich. Insbesondere bei den Kleinkindern weiß man nicht, was so eine Katastrophennacht bei ihnen auslöst“, berichtet Seifert.

Bewohnerinnen und ihre Kinder von Fluten überrascht

Die Bewohnerinnen und ihre Kinder des Frauenwohnprojektes wurden von den Fluten am 14. Juli 2021 überrascht. Als am 14. Juli der Starkregen in NRW begann, ahnten die Mitarbeiterinnen noch nicht, dass auch das Frauenwohnprojekt so massiv vom Hochwasser betroffen sein würde. Mit direkter Lage an der Wupper stauten sich innerhalb weniger Minuten große Wassermengen im Gebäude. Nachdem die Strom- und Warmwasserversorgung ausfiel und sich dichter Rauch unklaren Ursprungs im Gebäude bildete, mussten alle Frauen mit ihren Kindern noch in derselben Nacht evakuiert werden. Zehn Frauen mit 19 Kindern und Säuglingen waren plötzlich von akuter Wohnungslosigkeit betroffen. In Zusammenarbeit mit dem Krisenstab der Stadt Wuppertal wurden die Frauen und Kinder in einzelnen Familien untergebracht und mussten nur kurzfristig in der Jugendherberge und Hotels bleiben.

Hintergrund zum Wohnprojekt

In dem Frauenwohnprojekt an der Hofaue in Wuppertal werden alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern mit komplexen Problemen im Rahmen der Flexiblen Erziehungshilfe engmaschig betreut und beraten. Die Einrichtung gehört zur LVR-Jugendhilfe Rheinland. Die LVR-Jugendhilfe Rheinland als Eigenbetrieb des Landschaftsverband Rheinland gehört zu den großen Jugendhilfeträgern im Rheinland.

Quelle: Landschaftsverband Rheinland (LVR) vom 18.08.2021

Spendenaufruf

Spenden für diese Familien sind über die Sozialpädagogische Hilfsgemeinschaft e.V. möglich.
Stichwort „Frauenwohnprojekt“.
IBAN: DE14 3425 0000 0000 8529 88
BIC: SOLSDE33XXX

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