Hilfen zur Erziehung / Adoption

PFAD Bundesverband zum „Birth Mother`s Day“ am 9. Mai

Verschiedene Blumen stehen in Glasvasen
Bild: freepik.com

Der Birth Mother`s Day ist an jedem Samstag vor Muttertag den leiblichen Müttern adoptierter Kinder gewidmet. Er wurde 1990 von Mary Jean Wolch Marsh, einer selbst betroffenen Mutter, in den USA eingeführt. Der PFAD Bundesverband möchte diesen Gedenktag aufgreifen und die Mütter würdigen, deren Kind bei Adoptiveltern aufwachsen.

So unterschiedlich die Geschichten der Mütter, deren Kind bei Adoptiveltern aufwachsen, auch sein mögen – es verbinden sie auch viele Gemeinsamkeiten.

Wie auch immer die Umstände waren, die zur Adoption führten, denken die Mütter ein Leben lang an ihre Kinder. Viele empfinden Traurigkeit, Zweifel und Scham. Oft verschweigen sie ihrem Umfeld ihr Kind, um nicht verurteilt zu werden, und können ihre Emotionen daher mit niemandem teilen. Sie möchten wissen, dass ihre Entscheidung dem Kind eine bessere Zukunft ermöglichte und es ihrem Kind gut geht. Deshalb hoffen viele, dass ihr Sohn oder ihre Tochter, sobald sie erwachsen geworden sind, nach ihnen suchen werden.

Für die Adoptierten bleibt die Mutter, die sie geboren hat, eine sehr wichtige Person, über die die meisten viel erfahren möchten. Dies ist wichtig für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und ganz unabhängig davon, wie gut ihre Beziehung zu ihren Adoptiveltern ist.

Der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. möchte Mütter, die sich für die Freigabe zur Adoption entschieden haben, anlässlich des Birth Mother´s Day würdigen und das Thema enttabuisieren.

Sollten Kinder ihren Müttern unter Zwang oder durch Betrug weggenommen und in die Adoption gegeben worden sein, fordert der Verband im Sinne der betroffenen Adoptierten und ihrer beiden Familien die vollständige Aufklärung der Umstände und eine verstärkte Unterstützung bei der Herkunftssuche.

PFAD setzt sich dafür ein, dass Mütter in Not angemessene Hilfen erhalten, um ihre Kinder selbst aufziehen zu können. Möchten sie diese trotzdem adoptieren lassen, so hält der Verband offene Adoptionsformen und die Aufklärung adoptierter Kinder über ihre Adoption von Anfang an für die beste Lösung. Denn Kinder haben ein Recht auf das Wissen um ihre Herkunft. Der Verband fordert ein dauerhaftes Beratungsangebot für alle beteiligten Personen.

In seiner neuen Broschüre „Adoption, ein lebenslanger Prozess – Kinderrechte in Adoptivfamilien“ beschreibt PFAD die historische Entwicklung der Adoption, erklärt die verschiedenen Adoptionsarten, stellt internationale und nationale Rechtsgrundlagen zusammen und gibt eine Übersicht über die Rechte Adoptierter.

Nähere Informationen finden sich auf www.pfad-bv.de.

Quelle: PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.

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