Hilfen zur Erziehung

NRW: Nahezu 280.000 erzieherische Hilfen in 2017 gewährt

Ein kleiner Junge sucht alleine den Weg aus einem Irrgarten heraus
Bild: child qimono - pixabay.com

Im Jahr 2017 wurden in Nordrhein-Westfalen 276.557 erzieherische Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB), Achtes Buch (VIII) – Kinder- und Jugendhilfe – gewährt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,9 Prozent mehr Hilfen als im Vorjahr (2016: 268.706).

Die Gesamtzahl der Hilfen beinhaltet 25.180 Fälle von Eingliederungshilfen für seelische behinderte junge Menschen nach dem SGB VIII, die zwar keine erzieherische Hilfe im engeren Sinne sind, aber in der amtlichen Statistik in diesem Kontext ebenfalls erhoben werden.

Die Erziehungsberatung ist nach wie vor die am häufigsten in Anspruch genommene Hilfeart (117.191). Gefolgt von der Unterbringung in Heimen (36.071), der Vollzeitpflege in einer anderen Familie (27 842) und der sozialpädagogischen Familienhilfe (26.034).

35,5 Prozent der in Anspruch genommenen Hilfen wurdendurch die Eltern bzw. Personensorgeberechtigten initiiert. 31,6 Prozent der Hilfen wurden durch die sozialen Dienste und andere Institutionen (z. B. Jugendamt) angeregt. In 11,4 Prozent der Fälle meldeten Kindertageseinrichtungen oder Schulen einen Hilfebedarf für ein Kind oder einen Jugendlichen an. Bei jedem zehnten Hilfeempfänger kam es zum teilweisen oder vollständigen Entzug der elterlichen Sorge im Kontext der Hilfe (10,0 Prozent).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, wird die Zahl der in Anspruch genommenen Hilfen aus der Summe der in einem Jahr beendeten und am Jahresende andauernden Hilfen ermittelt. Eine Übersicht mit den erzieherische Hilfen in NRW 2016 und 2017 nach Hilfeart, Kreisergebnisse (PDF, 99 KB) ist online einsehbar.

Quelle: Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) vom 23.11.2018

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