Erziehungshilfen

Junge Menschen in den Blick nehmen – Impulspapier zu den Koalitionsgesprächen

Jugendlicher mit schwarzem Kapuzenpulli vor rotem Hintergrund
Bild: Ben Den Engelsen - unsplash.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Das Impulspapier der Fachverbände für Erziehungshilfen zu den Koalitionsgesprächen für eine zukünftige Bundesregierung fordert deutliche Verbesserungen für Kinder, Jugendliche, junge Menschen und Familien.

Die nächste Bundesregierung muss dafür einstehen, dass die Grundrechte junger Menschen in Deutschland auch verwirklicht werden können. Die Erziehungshilfefachverbände in  Deutschland (AFET, BVkE, EREV und IGfH) fordern daher die Koalitionspartner/-innen mit Nachdruck auf, dass sich die Interessen und Rechte der zukünftigen Generation und insbesondere der jungen Menschen, die eine besondere Förderung und Schutz brauchen, im Regierungsprogramm widerspiegeln. Die Folgen der Coronapandemie müssen durch gezielte Bundesprogramme gerade für diese jungen Menschen kompensiert werden und die Strukturen der Kinder- und Jugendhilferesilienter ausgestaltet und ausgestattet werden.

Keine Generation Corona

Die Coronapandemie hat die Folgen sozialer Ungleichheit gerade für Heranwachsende und junge Volljährige noch einmal verschärft. Gemeinwesensorientierte und ambulante Hilfen waren, während der Lockdown-Phasen für Familien, die mit prekären Lebensverhältnissen zu kämpfen haben, der einzige Anker zur Bewältigung von:

  • Existenznöte und drohender Wohnungslosigkeit
  • familiären Krisen
  • Überforderungssituationen in der Alltagsgestaltung in beengten Räumen
  • Bildungsbenachteiligung
  • mitunter auch Versorgung der Kinder

Diese Strukturen müssen ausgebaut und wirtschaftlich auskömmlich refinanziert werden. Die politischen Entscheidungsträger/-innen und die Zivilgesellschaft haben dabei eine besondere Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen, die zeitweilig nicht bei ihren Eltern leben können und in Heimen, Wohngruppen und Pflegefamilien aufwachsen – sie dürfen nicht Gefahr laufen, gesellschaftlich abgehängt zu werden. Die nächste Bundesregierung muss dafür einstehen, dass die Grundrechte junger Menschen in Deutschland auch verwirklicht werden können. Die Erziehungshilfefachverbände in Deutschland fordern daher die Koalitionspartner/-innen mit Nachdruck auf, dass sich die Interessen und Rechte der zukünftigen Generation und insbesondere der jungen Menschen, die eine besondere Förderung und Schutz brauchen, im Regierungsprogramm widerspiegeln.

Exemplarische Schwerpunkte

Die Erziehungshilfefachverbände in Deutschland sehen in diesem Zusammenhang folgende exemplarische Handlungsschwerpunkte:

  • DigitalPakt
  • Das Grundrecht auf Wohnen für alle jungen Menschen
  • Inklusion

Sie werden im Papier beschrieben und mit Forderungen hinterlegt. 

Das Impulspapier wurde den Arbeitsgruppen Bildung und Chancen für alle und Kinder, Familie und Jugend zur Koalitionsverhandlung zur Verfügung gestellt. Es steht als Download zur Verfügung.

Quelle: Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e.V. (BVkE) vom 26.10.2021

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