Achtung Icon

Relaunch - Am 19. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 19. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Sie sind hier: Startseite 

Fachtag des Deutschen Kinderschutzbundes in Heidenheim

Baden-Württembergs Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz will den Kinderschutz im Land weiter ausbauen.

„Es liegt an uns allen, einen bestmöglichen Rahmen zu schaffen, der Kindern ein behütetes und gedeihliches Aufwachsen ermöglicht. Das bedeutet insbesondere, dass wir eine Kultur des Hinsehens noch tiefer in der Gesellschaft verankern müssen. Das bedeutet aber auch, dass wirksame Hilfenetze noch weiter ausgebaut werden müssen. Kein Kind darf verloren gehen“, sagte Arbeits- und Sozialministerin und Kinderbeauftragte der Landesregierung, Dr. Monika Stolz, am vergangenen Freitag beim Fachtag des Deutschen Kinderschutzbundes in Heidenheim. Die Landesregierung habe ein umfassendes Kinderschutzkonzept verabschiedet, das ständig aktualisiert und weiter entwickelt werde. Dabei sei der Deutsche Kinderschutzbund ein „unverzichtbarer Partner im System der frühen Hilfen für Eltern und ihre Kinder“.

„Unser Kinderschutzkonzept wird im Wesentlichen von vier Säulen getragen. Diese sind neben dem Kinderschutzgesetz, der Ausbau der frühen Hilfen, die gezielte Qualifizierung von Fachkräften und die Vernetzung der Beteiligten vor Ort in den Kreisen“, so die Ministerin. „Dabei nehmen die „Frühen Hilfen für Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf“ eine zentrale Rolle ein.“ So habe der Kinderschutzbund unter anderem maßgeblich dazu beigetragen, dass Pforzheim als Modellstandort für „Guter Start ins Kinderleben“ ausgewählt wurde. Dieses Modellprojekt habe wichtige Impulse für den Kinderschutz in ganz Baden-Württemberg gegeben.

Zur Unterstützung des Ausbaus der frühen Hilfen sei in diesem Jahr ein Förderprogramm mit dem Ziel der flächenmäßigen Verankerung von Familienhebammen angelaufen. So fördere das Land künftig die vom Hebammenverband angebotene Weiterqualifizierung von Hebammen zu Familienhebammen mit 45 000 Euro jährlich, um die Zahl fundiert ausgebildeter Familienhebammen weiter zu erhöhen. Darüber hinaus werde in den nächsten Jahren über eine Anstoßfinanzierung des Landes in Höhe von 140 000 Euro jährlich der Einsatz solch ausgebildeter Familienhebammen vor Ort unterstützt, damit diese landesweit in möglichst allen Kreisen etabliert werden können, erläuterte Monika Stolz. „Ich freue mich, dass in kurzer Zeit schon so viele Kreise unser Angebot aufgegriffen haben“.

„Als Kinderbeauftragte der Landesregierung habe ich mir zum Ziel gesetzt, dass die Interessen von Kindern und ihren Familien in allen Politikfeldern berücksichtigt werden“, sagte Stolz. „Baden-Württemberg soll zu einem Land werden, in dem sich Kinder und Familien wohl fühlen.“ Es müssten dabei nicht immer neue Angebote geschaffen werden, häufig reiche das bessere Vernetzen der bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten für Familien mit Kindern aus. „Der Vernetzungsgedanke ist auch ein wichtiger Aspekt des Landesprogramms Stärke, das im vergangenen September gestartet ist“, sagte die Ministerin. Das Programm hat zwei Komponenten.

Anlässlich der Geburt ihres Kindes erhalten Eltern einen Bildungsgutschein im Wert von 40 Euro. Daneben werden die Erziehungsfähigkeiten von Familien in besonderen Lebenssituationen durch Kurse, die auf die besonderen Anforderung zugeschnitten sind, zusätzlich gestärkt. Die Kurse können auch durch Hausbesuche ergänzt werden. „Ich habe das Landesprogramm STÄRKE aus der Vielzahl der Leistungen des Landes zur Unterstützung von Familien mit Kindern heute besonders hervorgehoben, weil die Leistungen hervorragend ineinander greifen“, so Stolz. „Eltern treffen auf andere Familien, können sich austauschen, Kontakte knüpfen und erfahren, dass sie nicht allein sind.“

Die Ministerin dankte allen Engagierten im Kinderschutzbund für ihre „verdienstvolle“ Arbeit. „Das wachsame Auge des Kinderschutzbundes gegen Missstände und der unermüdliche Einsatz für das Wohl der Kinder sind zum unverzichtbaren Bestandteil unserer Gesellschaft geworden“, sagte Monika Stolz.

Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg

 

Info-Pool