Hilfen zur Erziehung

Fachkongress "Fremdunterbringung qualifizieren"

Ein erwachsener Mann nimmt einen etwa achtjährigen Jungen an die Hand.
Bild: © Soloviova Liudmyla - Fotolia

Vom 21. bis 23. September findet an der Hochschule RheinMain Wiesbaden ein Fachkongress statt, der die theoretische Begründung für ein neues Austarieren der Erzieherischen Hilfen zusammenfassen, wirksame Konzepte von Elternarbeit und Restabilisierung vorstellen und die Bedingungen und Arbeitsansätze für die Rückkehr von Kindern in ihre Herkunftsfamilien ausloten soll.

Der seit vielen Jahren anhaltenden Diskussion über den Anstieg der Kostenentwicklungen in den Erzieherischen Hilfen einerseits und den doch eher begrenzten Erfolgen der Öffentlichen Erziehung andererseits steht die Forderung nach einer grundlegenden Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung gegenüber. Dabei beziehen sich diese vor dem Hintergrund entsprechender Forschungsergebnisse vor allem auf eine neue Einordnung der Rolle von Herkunftseltern/ -familien und der Arbeit mit ihnen. Dies ist verbunden mit der Notwendigkeit, das Verhältnis von Herkunftsfamilien und Erzieherischen Hilfen teilweise "neu" zu denken. Hierfür sind neue Entwürfe für konzeptionelle Entwicklungslinien, fachliche Standards und für die strukturellen Rahmenbedingungen der Erzieherischen Hilfen erforderlich. Es gilt deshalb, mit neuen und bewährten, jedenfalls wirksamen Konzepten und qualifizierter fachlicher Ausstattung die Praxis vor Ort in diesen Bemühungen zu unterstützen und neue Orientierungen und Handlungsstrategien aufzuzeigen.

Ein Fachkongress mit dem Titel "Fremdunterbringung qualifizieren - Praxiswende einleiten - Professioneller Kontext, Elternarbeit, Rückführung", veranstaltet vom 21. bis 23. September 2015 von der Hochschule RheinMain Wiesbaden in Kooperation mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., will sich diesen Herausforderungen annehmen: Die theoretische Begründung für eine neue Austarierung der Erzieherischen Hilfen zusammenfassen, wirksame Konzepte von Elternarbeit und Restabilisierung vorstellen und die Bedingungen und Arbeitsansätze für die Rückkehr von Kindern in ihre Herkunftsfamilien ausloten. Wie kann künftig die Fremdunterbringung erfolgreich ausgestaltet werden - von der Vorbereitung über die Vermittlung und Beendigung/ Nachbereitung? - und was können die sozialen Dienste öffentlicher und freier Träger für eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft, in die Eltern aktiv mit einbezogen werden, tun?

Die Veranstaltung wendet sich sowohl an Leitungskräfte und Fachkräfte von öffentlichen und freien Trägern, insbesondere aus den Allgemeinen Sozialen Diensten, den Erzieherischen Hilfen, aus dem Pflegekinderwesen und der Heimerziehung, aber auch an Pflegeeltern und an alle, die sich mit der Thematik der Erzieherischen Hilfen und der Eltern- und Familienarbeit befassen.

Anmeldeschluss ist am 17. August 2015.

Tagungskosten: 225,-- €  (ohne Übernachtung, Frühstück und Abendessen)
Im Tagungspreis sind Mittagessen am 21., 22. und 23.09.2015 sowie kleine Snacks enthalten (z. B. Kaffee, Obst, Wasser, Brötchen).

Weitere Informationen, das Online-Anmeldeformular sowie das Tagungsprogramm sind auf der Webseite der Hochschule RheinMain Wiesbaden zu finden.

Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. vom 08.05.2015.

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