Hilfen zur Erziehung

4. Landesbericht über die Hilfen zur Erziehung in Rheinland-Pfalz erschienen

Zwei Hände schützen eine Gruppe
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Seit dem Jahr 2002 existiert eine landesweite Berichterstattung zu Entwicklungstrends und bedarfsgenerierenden Einflussfaktoren im Bereich der Hilfen zur Erziehung in Rheinland-Pfalz. Zentrale Entwicklungen und Kernbefunde werden alle drei Jahre interkommunal vergleichend im Rahmen eines Landesberichts veröffentlicht.

Aufgaben, Leistungen und Anforderungen an eine „moderne Kinder- und Jugendhilfe“ haben sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert. Von der Kindertagesbetreuung über die Jugend- und Jugendsozialarbeit bis hin zu den Hilfen zur Erziehung und der Ausgestaltung eines wirksamen Kinderschutzes hat sich ihr Aufgaben- und Angebotsspektrum deutlich ausgeweitet, ausdifferenziert und professionalisiert. Die Kinder- und Jugendhilfe stellt heute eine bedeutsame soziale Infrastrukturleistung zur allgemeinen Förderung und Unterstützung von jungen Menschen und Familien dar und bietet bei spezifischen Lebenslagen- und Bewältigungsproblemen individuelle Hilfen und Beratungsleistungen an. Der 14. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung stellt resümierend fest, dass die Kinder- und Jugendhilfe in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei (vgl. BMFSFJ 2013: 20).

Seit dem Jahr 2002 existiert eine landesweite Berichterstattung zu Entwicklungstrends und bedarfsgenerierenden Einflussfaktoren im Bereich der Hilfen zur Erziehung in Rheinland-Pfalz, die ein kontinuierliches Monitoring und abgestimmte Planungsprozesse für Land und Kommunen ermöglichen sollen (vgl. MASGFF 2007). Das Projekt wird gemeinsam vom Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen (MIFKJF) Rheinland Pfalz und allen 41 Jugendämtern aus zwölf kreisfreien und fünf kreisangehörigen Städten mit eigenem Jugendamt und 24 Landkreisen getragen. Sie beteiligen sich sowohl an der Datenerhebung als auch der Finanzierung dieses Projektes. Durchgeführt wird das Projekt vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e. V. (ism e. V.).Im Zusammenspiel von Land und allen Kommunen bei der Ausgestaltung einer Berichterstattung wird nachdrücklich zum Ausdruck gebracht, dass die Kinder- und Jugendhilfe nicht nur an Bedeutung gewonnen hat, sondern dass ihre Ausgestaltung und Weiterentwicklung in gesamtstaatlicher Verantwortung getragen werden muss. Eine Berichterstattung, die neben einem datenbasierten Monitoring nicht nur die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe in den Blick nimmt, sondern auch danach fragt, wie sich die Lebenslagen von jungen Menschen und Familien in den 41 Gebietskörperschaften darstellen, kann einen zentralen Beitrag für eine aufgabenorientierte und auf soziale Gerechtigkeit zielende Infrastrukturentwicklung leisten.

Den Bericht gibt es auf der Homepage des Projektes "Qualitätsentwicklung durch Berichtswesen in Rheinland-Pfalz".

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