Inobhutnahme / Hilfen zur Erziehung

„Aus der Praxis für die Praxis“ – IGfH-Bundestagung Inobhutnahme

Zwei Hände legen sich schützend um den Papierschnitt einer Familie
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Die Zahl der Inobhutnahmen ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und bleibt auch ohne unbegleitete minderjährige Geflüchtete stabil. Und auch die fachlichen Anforderungen an die Mitarbeitenden nehmen kontinuierlich zu. Die IGfH-Bundestagung vom 19.-20. September 2019 in Erkner (bei Berlin) nimmt diese Entwicklungen in den Blick und diskutiert fachliche und rechtliche Fragestellungen.

Die Zahl der Inobhutnahmen ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und bleibt nach den aktuellen Zahlen der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJ Stat) vom November 2018 – auch ohne unbegleitete minderjährige Geflüchtete – stabil. Auch die vielfältigen Anforderungen an Mitarbeiter/-innen im Rahmen der Inobhutnahme haben stetig zugenommen, so stieg auch die Zahl der jungen Menschen in der Inobhutnahme, die aus einer anderen Jugendhilfeeinrichtung verwiesen wurden. Seit einigen Jahren wächst auch die Anzahl von Kleinkindern und Säuglingen in der Inobhutnahme, dies stellt die Einrichtungen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig nehmen die Anforderungen an die Mitarbeiter/-innen auch vor dem Hintergrund angrenzender Fachdiskussionen, wie u.a. zu Elternpartizipation, Inklusion und der Übergangsgestaltung zu.

Die IGfH-Fachgruppe Inobhutnahme nimmt die pädagogischen und rechtlichen Aspekte und Alltagsfragen an die bundesweit sehr unterschiedlichen Inobhutnahmesettings im Rahmen der Bundestagung in den Blick. Notlagen, Gefährdungen von Minderjährigen sowie pädagogische Herausforderungen stellen für alle Beteiligten anspruchsvolle Aufgaben in einem besonderen Spannungsfeld dar. Neben rechtlichen Rahmenbedingungen und Organisationsformen der Leistungen nach den §§ 42, 42a SGB VIII stehen der fachliche Austausch und die gemeinsame Entwicklung anderer Perspektiven und neuer Ideen für die sozialpädagogische Praxis im Vordergrund.

Informationen zur Veranstaltung

Die Tagung richtet sich an die öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe sowie weitere Fachleute aus Praxis und Wissenschaft. Es wird ein breit aufgestelltes Programm im Rahmen von Impulsvorträgen, Workshops, Fachforen und einer Talkrunde zum Thema „Inobhutnahme als Chance und Herausforderung“ geben.

Die Tagung findet vom 19.-20. September 2019 in Erkner (bei Berlin) statt.

Beginnen wird die Tagung mit einem explorativen Grundsatzvortrag von Prof. Dr. Thomas Trenczek „Muss ich, darf ich, kann man“ – Frequently Asked Questions und fachliche Standards der Inobhutnahme über praxisnahe fachliche und rechtliche Fragestellungen. Im Rahmen der Tagung können in Workshops u. a. die Themen Clearingverfahren, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sowie Partizipation und Beschwerde im Kontext der Inobhutnahme bearbeitet werden. Ergänzend zu diesem Format werden in Fachforen die Themen Übergänge zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder- und Jugendhilfe oder auch Elternarbeit disku­tiert. Prof. Dr. Klaus Wolf wird den zweiten Tag mit dem Grundsatzvortrag Inobhutnahme als Organisation und sozialpädagogische Gestaltung von Übergängen eröffnen.

Das ausführliche Tagungsprogramm und die Online-Anmeldung finden sich auf der Tagungshomepage: www.inobhutnahme-tagung.de

Quelle: Internationale Gesellschaft für ezieherische Hilfen e.V.

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