Sozialforschung

Studie: Personaler sind nicht immer zufrieden bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze

Jemand unterschreibt einen Ausbildungsvetrag.
Bild: © Erwin Wodicka - Fotolia.com

Für Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, Ausbildungsplätze erfolgreich zu besetzen. Nur wenige Arbeitgeber sind voll und ganz zufrieden mit der Qualität der Bewerbungen um betriebliche Ausbildungsplätze. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von cut-e, des internationalen Marktführers für webbasierte Tests für die Personalauswahl und -entwicklung.

Personaler sind vor allem mit der Qualität der Bewerbungen unzufrieden. Die Studie kann kostenlos bestellt werden unter www.cut-e.de/azubi-auswahl

Über 25 Prozent der befragten Personalabteilungen setzen ausschließlich Offline-Verfahren ein zur (Vor-)Auswahl von Auszubildenden. Zwölf Prozent der Befragten gaben an, dass sie überwiegend Offline-Verfahren anwenden. Acht Prozent setzen keine Instrumente zur Vor-Auswahl ein. Diese Firmen gehen nach Auffassung der Experten von cut-e ein größeres Risiko ein, teure Fehlentscheidungen zu treffen, weil ihnen Informationen als Entscheidungsgrundlage fehlen. Hier gebe es Optimierungspotenzial, sagt Andreas Lohff, Geschäftsführer der cut-e Gruppe. "Es ist erstaunlich, dass nicht mehr Unternehmen Tests zur Vorauswahl einsetzen, hier scheinen Zeugnisnoten immer noch ausschlaggebend zu sein." Besonders in Zeiten mit wenigen guten Bewerbungen sei es umso wichtiger, die Auswahlentscheidung abzusichern.

Der Vergleich mit den Ergebnissen von 2009 belegt den Trend zu Online-Verfahren zur Auswahl von Auszubildenden. Nutzten 2009 nur 10 Prozent ausschließlich Online-Verfahren, greift jetzt fast jedes vierte Unternehmen zu diesen Instrumenten.

Dass die richtige Auswahl von Auszubildenden in Zukunft eine besondere Herausforderung darstellen wird, sehen die Personalverantwortlichen sehr klar. 70 Prozent der Befragten meinen, dass Qualität wie Quantität der Bewerber in den nächsten fünf Jahren zurückgehen wird. Viele befürchten, ihren Personalbedarf nicht mehr decken zu können.

Zu den wichtigsten Kriterien, die mit Eignungsdiagnostik gemessen werden, zählen unverändert numerische und verbale Fähigkeiten sowie die deutschen Sprachkenntnisse. Allerdings zeigt die Studie, dass mehr als 30 Prozent der befragten Unternehmen auf verbale und numerische Fähigkeitstest verzichten. Das könne man fast als "fahrlässig" bezeichnen, meint die cut-e Geschäftsführung. Seit Jahren zeige die Forschung, dass vor allem die numerische und verbale Begabung sich hervorragend eigne zur Vorhersage des langfristigen, beruflichen Erfolgs des Auszubildenden.

Quelle: cut-e GmbH vom 25.03.2014