Sozialforschung / Bildungsforschung

Studie: Auslandssemester ungleich verteilt

Junger Mann sitzt auf Dach und blickt über Großstadt
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Immer noch ergreifen Akademikerkinder häufiger die Chancen, die in einem studienbezogenen Auslandsaufenthalt liegen, als ihre Mitstudierenden ohne akademisch gebildete Eltern. Diese Ungleichheit führen Claudia Finger und Nicolai Netz im neuen WZBrief Bildung aus.

Unter dem Titel "Neue Ungleichheiten im deutschen Hochschulsystem?" untersuchten Claudia Finger und Nicolai Netz die Internationale Studierendenmobilität zwischen 1991 und 2012. Ihr Ergebnisse veröffentlichen sie nun im neuen WZBrief Bildung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.

Die zentralen Erkenntnisse:

  1. Akademikerkinder verbringen häufiger Studienzeit im Ausland als Mitstudierende ohne akademisch gebildete Eltern.
  2. Dieser Unterschied wurde in den 1990er Jahren größer, seitdem stagniert er auf hohem Niveau.
  3. Studierende aus akademischem Elternhaus bekommen häufiger Auslandsstipendien; dieser Unterschied hat zwischen 1991 und 2012 zugenommen.

WZBrief Bildung (November 2016): Neue Ungleichheiten im deutschen Hochschulsystem?

Alle bisher erschienenen Briefe sind zu finden unter: www.wzb.eu/wzbriefbildung

Quelle: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung